Aktualisiert am March 29, 2022·in Geld im Alltag, Unbezahlbares Wissen·4 Minuten Lesezeit

Gut zu wissen: Steuer­ausgleich, Homeoffice und Corona

2021 war ja schon wieder ein besonderes Jahr – Grund dafĂŒr war immer noch die Corona-Pandemie. Das hat dazu gefĂŒhrt, dass die meisten von uns weiterhin mehr im Homeoffice gearbeitet haben. 🏠 Dank Homeoffice-Pauschale kannst du dir fĂŒr deine BĂŒro-Einrichtung zuhause Geld beim Steuerausgleich zurĂŒckholen. 💾

Die eigenen 4 WĂ€nde kennen wir alle nach ĂŒber 2 Jahren Corona-Pandemie nur zu gut. đŸ–Œïž Kein Wunder, denn wir haben ja nicht nur den Großteil unserer Freizeit, sondern auch viele Arbeitsstunden zuhause im Homeoffice verbracht.

Ergonomie? Bitte auch zuhause!

Auch bei deinem Arbeitsplatz im Homeoffice ist es wichtig, dass du auf eine ergonomische BĂŒroausstattung achtest.

„

Ergonomie = [...] schafft die Voraussetzungen fĂŒr eine Anpassung der Arbeit an den Menschen sowie umgekehrt. Diese Anpassung liegt sowohl im Bereich der körpergerechten Gestaltung der ArbeitsplĂ€tze, der BeschrĂ€nkung der Beanspruchung durch die Arbeit auf ein zulĂ€ssiges Maß und der Gestaltung der UmwelteinflĂŒsse, als auch im Bestreben nach einem wirtschaftlicheren Einsatz menschlicher FĂ€higkeiten.

— Gabler Wirtschaftslexikon

Zur ergonomischen BĂŒroausstattung gehören zum Beispiel Schreibtisch (Tipp: höhenverstellbar, so dass du auch im Stehen daran arbeiten kannst), BĂŒrosessel, ergonomische Maus, Schreibtischlampe oder FußstĂŒtze. đŸȘ‘ All diese Dinge sollen dazu beitragen, dass du auch im Homeoffice gut arbeiten kannst und deine Gesundheit nicht darunter leidet. 🙂 WĂ€hrend viele Unternehmen Arbeitslaptop und -handy zur VerfĂŒgung stellen, mussten BĂŒromöbel fĂŒr das Homeoffice bisher selbst bezahlt werden.

Jetzt aber zur guten Nachricht: Dank dem Homeoffice-Pauschale kannst du deine Ausgaben beim Steuerausgleich angeben und dir Geld vom Finanzamt zurĂŒckholen. đŸ„ł

Übrigens: In Österreich heißt es tatsĂ€chlich das Homeofficepauschale - wieder was gelernt, oder? 😉

Änderungen ab dem Veranlagungsjahr 2021: bis zu € 600 fĂŒr Werbungskosten und BĂŒromöbel

Nun ist es soweit - seit 1. MĂ€rz 2022 kannst du den Steuerausgleich fĂŒr 2021 machen. Nun greifen weitere Neuerungen des schon in 2020 beschlossenen Homeoffice-Pauschale.

FĂŒr jeden Arbeitstag, den du ab 2021 im Homeoffice verbringst, kannst du pauschal € 3 als Werbungskosten angeben. Werbungskosten sind Ausgaben, die deinen Beruf und Arbeitsalltag betreffen. 📔 Allerdings ist das auf 100 Tage im Jahr begrenzt – du kannst also maximal € 300 pro Jahr als Homeoffice-Kosten beim Steuerausgleich angeben. Bei dem Homeoffice-Pauschale geht es um alle weiteren Werbungskosten, die durch deine Arbeit von zuhause entstehen und fĂŒr die du keinen Kostenersatz deines*deiner Arbeitgeber*in bekommst. Also zum Beispiel Strom, Heizung und Internet. 🔌

Aber auch die Kosten fĂŒr digitale Arbeitsmittel wie Laptop oder Smartphone gehören dazu. đŸ’» Wenn du diese Arbeitsmittel nicht von dein*er Arbeitgeber*in bekommst, dann steht dir stattdessen ein steuerfreier Kostenersatz zu. Auch hier sind das wieder bis zu € 300 im Jahr bei maximal € 3 an 100 Tagen. Wenn du weniger Geld als € 300 fĂŒr diese Dinge von deinem*deiner Arbeitgeber*in zurĂŒck bekommst, kannst du den Differenzbetrag – also den Rest – fĂŒr das Werbungskostenpauschale bei deinem Steuerausgleich absetzen. đŸ’¶

ZusĂ€tzlich zum Werbungskosten-Pauschale kannst du 2021 die Ausgaben fĂŒr deine ergonomischen BĂŒromöbel bis maximal € 300 beim Steuerausgleich angeben.

Homeoffice-Pauschale ab 2020: bis zu € 300 fĂŒr BĂŒromöbel

Seit April 2021 gibt es in Österreich das Homeoffice-Pauschale, das fĂŒr die Arbeitnehmer*innenveranlagung ab 2021 gilt. 📆 Da du deinen Steuerausgleich ja immer fĂŒr das vergangene Jahr einreichst, sind so Mehrkosten fĂŒr dein Homeoffice in der Corona-Pandemie von 2020 und 2021 abgedeckt.

Möchtest du in unserem Blogbeitrag mehr dazu erfahren, was es mit dem Steuerausgleich auf sich hat und wie du ihn am besten erledigst? 👇

Hast du dir schon zu Beginn der Coronakrise einen neuen Schreibtisch gekauft? FĂŒr die Jahre 2020 und 2021 stehen dir insgesamt € 300 als absetzbarer Betrag fĂŒr das Homeoffice-Pauschale zu. 💰 Pro Jahr kannst du davon € 150 angeben. Die Regelung ist aktuell bis 2023 befristet.

Voraussetzung dafĂŒr ist, dass du pro Jahr mindestens 26 Tage von zuhause gearbeitet hast. 🏠 Das Homeoffice-Pauschale reichst du mit dem Formular L1 HO ein – das geht bequem ĂŒber Finanzonline oder natĂŒrlich auch per Post an das Finanzamt. đŸ–±ïž

Klingt kompliziert? đŸ€” Mit einem Beispiel wird das bestimmt gleich viel klarer:

Nehmen wir mal an, dein im Jahr 2020 extra fĂŒrs Homeoffice angeschaffter Schreibtisch hat € 400 gekostet. Dann kannst du beim Steuerausgleich fĂŒr 2020 € 150 davon absetzen. Und fĂŒr das Jahr 2021 kannst du wieder € 150 angeben. So bekommst du fĂŒr die 2 Jahre € 300 im Rahmen des Homeoffice-Pauschale vom Finanzamt zurĂŒck. 👍

Übrigens: auch wenn du deinen Steuerausgleich fĂŒr 2020 schon gemacht hast, kannst du deine Kosten fĂŒr ergonomische BĂŒroausstattung nachtrĂ€glich noch einreichen.

Sind noch Fragen offen geblieben? ❓ Hier findest du eine ausfĂŒhrliche Liste des Bundesministeriums fĂŒr Finanzen mit vielen Fragen und Antworten zum Thema Homeoffice-Pauschale. 👇

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