Aktualisiert am 11. Mai 2026·in Konto & Alltag·4 Minuten Lesezeit

Energiesparen im Alltag Teil 2: Im Garten und rund ums Haus

Der eigene Garten kann mehr als nur wunderbarer Rückzugsort sein, um zur Ruhe zu kommen. Wer bewusst handelt, schont nicht nur Ressourcen, sondern senkt auch langfristig die Kosten. Das hat sich auch im ersten Teil der Serie gezeigt - dort haben wir nach Wegen gesucht, um den Energieverbrauch in der Küche zu senken. Hier zum Nachlesen.

In Teil 2 schauen wir direkt vor die Haustür: Wie lässt sich im Garten und rund ums Haus Energie und Geld sparen – einfach, alltagstauglich und nachhaltig?

Eine Familie pflanzt gemeinsam Blumen im Garten.

Wir haben uns für dich durch den Dschungel der grünen Daumen-Tipps gekämpft und so viele wie möglich herausgesucht, mit denen du im Garten sparen kannst. 

Sparpotenzial direkt im Grünen

Sparpläne für Pflanzen

Saatgut clever nutzen

Setzlinge sind praktisch, aber samenfeste Sorten sparen langfristig Geld. Wenn du etwa Tomaten oder Kürbisse anbaust, kannst du Samen für das nächste Jahr selbst gewinnen. Auch viele Sommerblumen lassen sich problemlos weitervermehren, zum Beispiel:

  • Ringelblumen

  • Zinnien

  • Malven

  • Sonnenblumen

Blumenzwiebeln dauerhaft setzen
Haben Schneeglöckchen, Krokusse oder Tulpen einmal ihren Platz gefunden, können die Zwiebeln im Boden bleiben. Sie blühen jedes Jahr wieder – ganz ohne Neupflanzung.
Gut zu wissen: Blumenzwiebeln sind im Herbst oft günstiger als im Frühjahr.

Sträucher und Stauden vermehren
Hecken, Beerensträucher oder mehrjährige Kräuter lassen sich leicht über Stecklinge ziehen. Dafür genügt ein gesunder Trieb ohne Blätter mit mindestens einer Sprosse. In die Erde stecken, regelmäßig gießen – fertig.

Eigener Obst- und Gemüsegarten

Ein eigener Nutzgarten braucht Zeit, spart aber:

  • Geld

  • Transportwege

  • Verpackungen

  • Einkaufsfahrten

Zusätzlich weißt du genau, woher dein Essen kommt.

Gartenpflege – energiesparend gedacht

Rasen mähen mit Maß
Längerer Rasen trocknet langsamer aus und muss seltener gemäht werden. Wer auf Hand- oder Akku-Rasenmäher (idealerweise solarunterstützt) setzt, spart Energie und vermeidet Lärm und Abgase.

Pflanzgefäße wiederverwenden
Anstatt neue Anzuchttöpfe zu kaufen, kannst du vieles wiederverwerten:

  • Eierschachteln

  • Tetrapacks

  • Konservendosen (mit Drainagelöchern)

  • Toiletten- oder Küchenpapierrollen

Auch Aussaattöpfchen aus Zeitungspapier sind schnell gemacht. Für Kletterpflanzen reichen oft einfache Äste als Rankhilfe.

Gartenerde selbst herstellen
Nicht jede Erde muss aus dem Gartencenter kommen. Ein eigener Kompost liefert genau die Nährstoffe, die deine Pflanzen brauchen.
Für Jungpflanzen ist sterile Erde wichtig – entweder kurz im Backofen sterilisieren oder Erde aus Maulwurfshügeln verwenden.

Mulch, Dünger und Kompost

Mulch aus Laub
Laub schützt Beete vor Kälte, hält Feuchtigkeit im Boden und düngt ganz nebenbei.

Natürlicher Dünger aus Küchenabfällen
Geeignet sind zum Beispiel:

  • Bananenschalen

  • Eierschalen

  • Kaffeesatz

  • Tee- und Gemüsereste

Diese liefern wertvolle Nährstoffe – direkt im Beet oder über den Kompost.

Kompost anlegen – so geht’s
Ein Komposthaufen braucht:

  • schattigen Standort

  • direkten Kontakt zum Boden

  • eine gute Mischung aus Garten- und Küchenabfällen

Geeignet sind u. a. Gartenabfälle, Rasenschnitt, zerkleinerte Äste, Obst- und Gemüsereste sowie Kaffee- und Teesatz. Gelegentliches Gießen und etwas Erde beschleunigen den Prozess. Nach etwa 12 Monaten ist der Kompost reif. Ab November bitte nicht mehr umsetzen – viele Tiere überwintern darin.

Tipp: In Wien ist in ausgewählten Mistplätzen Kompost teilweise kostenlos erhältlich.

Schädlingsbekämpfung natürlich lösen

Setze zuerst auf Nützlinge, zum Beispiel durch:

  • Insektenhotels

  • Nistkästen

  • Reisighaufen

  • nektarreiche Pflanzen

Gegen Schädlinge helfen auch Hausmittel:

  • Brennnesselsud (wirkt gleichzeitig als Dünger)

  • Kaffeesatz gegen Ameisen und Schnecken (zumindest zeitweise)

Wasser bewusst nutzen

Regenwasser lässt sich einfach über Regentonnen sammeln und zum Gießen verwenden.
Besonders effizient ist das Gießen:

  • früh morgens oder

  • spät abends

So verdunstet weniger Wasser.
Für Beete und Hecken sind automatische Tropfsysteme eine sparsame Lösung, da sie gezielt und dosiert bewässern.

Rund ums Haus Energie sparen

Solarbeleuchtung für Wege und Terrasse
Solar-LED-Leuchten laden sich tagsüber auf und brauchen keinen Stromanschluss – praktisch und energiesparend.

Natürlicher Sonnenschutz
Kletterpflanzen an Fassaden oder Markisen reduzieren im Sommer die Hitzeentwicklung im Haus. Das senkt den Bedarf an Ventilatoren oder Klimageräten.

Außenwände und Dämmung mit bedenken
Wer baut oder ein Haus sucht, sollte auch auf Dämmung und Fenster achten. Schon kleine Maßnahmen können helfen, Heizkosten – besonders in der Übergangszeit – zu senken.

Fazit: Nachhaltigkeit beginnt vor der Tür

Energiesparen im Garten und rund ums Haus ist oft einfacher als gedacht. Mit bewussten Entscheidungen schützt du Ressourcen, entlastest dein Budget und leistest einen Beitrag zum Klimaschutz.

Egal ob wild, naturnah oder ordentlich gepflegt: Wir wünschen dir eine erfolgreiche Gartensaison und viele schöne Stunden an der frischen Luft.

Katharina

Katharina

Katharina schreibt für uns über die Themen Geld, Zukunft und Nachhaltigkeit. 😊

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