Aktualisiert am 12. Februar 2026·in Spartipps, Konto & Alltag·9 Minuten Lesezeit

7 Tipps zum Fix­kosten senken

Ob Miete, Energiekosten oder Versicherungen - manche Kosten gehören einfach zum Leben dazu. Das heißt aber nicht, dass diese für jeden Menschen gleich sind. Denn deine Fixkosten sind oftmals von der aktuellen Lebenssituation und deinem Umgang mit Geld abhängig.

Ein Mann sitzt am Tisch und prüft seine Rechnungen und erstellt eine Übersicht seiner Fixkosten.

Hast du in letzter Zeit mal einen Blick auf dein Konto geworfen und dich ein bisschen erschreckt, wie sehr dein erst vor ein paar Tagen eingegangenes Gehalt schon wieder geschrumpft ist?

Wenn du gerade gestern beim Onlineshopping kräftig zugeschlagen hast, ist das natürlich nicht so verwunderlich. Falls nicht, dann könnten deine Fixkosten schuld sein.

Was das genau bedeutet und welche Fixkosten normalerweise so anfallen, schauen wir uns jetzt im Detail an. Natürlich haben wir auch pratische Tipps für dich: Mit ein paar gezielten Maßnahmen senkst du monatlich dauerhaft deine Ausgaben.

Was sind Fixkosten? (Definition & Beispiele)

Zu den Fixkosten zählen alle Kosten, die regelmäßig und in weitgehend gleicher Höhe anfallen - zum Beispiel monatlich, quartalsweise oder jährlich.

Zur besseren Einordnung findest du hier gleich eine Übersicht von typischen Fixkosten, die sich grob in die Bereiche Wohnen, Mobilität, Versicherungen, Freizeit gliedern lassen.

  • Miete

  • Betriebskosten (Aufzug, Gebäudereinigung etc.)

  • Strom, Heizung und Wasser

  • Versicherungsbeträge

  • Kontoführungsgebühren

  • Abonnements (Zeitungen und Zeitschriften, Streamingdienste, Apps)

  • Mitgliedschaften (Fitnessstudio, Vereine)

  • Internet, Fernsehen, Telefon und Smartphone

  • ORF-Beitrag (Rundfunkgebühren)

  • regelmäßige Spenden

Fixe vs. variable Kosten: einfach erklärt

Zusätzlich zu den Fixkosten kommen natürlich auch noch regelmäßige variable Ausgaben auf dich zu. Dazu gehören alle Kosten, die entweder unvorhersehbar sind oder die immer unterschiedlich hoch ausfallen.

Nehmen wir uns mal das Beispiel Lebensmitteleinkauf: Auch wenn du dir sicher sein kannst, dass du pro Monat Geld für Essen und Trinken ausgibst, kannst du vorher meist noch nicht genau einschätzen, wie viel das sein wird. Denn die Ausgaben dafür hängen von der Art und Menge deiner Einkäufe und den aktuellen Preisen ab. Und die können aufgrund der Inflation ganz schön schwanken.

Damit du trotzdem einen ungefähren Überblick über deine Rechnungen für Lebensmittel und ähnliche Dinge hast, empfiehlt sich ein Haushaltsbuch. Darin notierst du regelmäßig deine Ausgaben für jeden Bereich deiner Finanzen und hast nach ein paar Monaten ein gutes Gefühl dafür, wie viel Geld du durchschnittlich dafür ausgibst.

Wie werden Fixkosten berechnet?

Deine ganz persönlichen Fixkosten zu berechnen, geht ruckzuck: Gehe anhand deiner Kontoauszüge deine Ausgaben durch. Du wirst schnell feststellen, dass es wiederkehrende Zahlungen in immer gleichen Höhen gibt. Nun zähle all diese regelmäßigen Ausgaben pro Monat zusammen und schon hast du einen Überblick.

Einige Kosten werden quartalsweise oder jährlich abgebucht? Kein Problem, dann rechne dir einfach den monatlichen Durchschnitt aus.

7 praktische Tipps, um Fixkosten sofort zu senken

1. Haushaltsbuch führen: Die Basis für deine Fixkostenkontrolle

Der erste Schritt zum Reduzieren deiner Fixkosten ist, dir einen Überblick über deine Finanzen zu schaffen. Am einfachsten geht das mit einem Haushaltsbuch.

Eine gute Übung ist es auch, dir alle Kontoauszüge der vergangenen 12 Monate anzusehen. Teile die Ausgaben in wiederkehrende Kosten und einmalige Ausgaben auf und notiere dir die Beträge. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie viel Geld du im Monat tatsächlich ausgibst.

2. Verträge, Abos und Versicherungen optimieren

  • Verträge:
    Hinterfrage: welche Leistungen nutzt du wirklich? Wenn du nur alle paar Monate ins Fitnessstudio gehst, dafür aber monatlich € 40 zahlst, dann solltest du deine Mitgliedschaft überdenken. Und auch Telefon-, Handy- und Internetkosten solltest du regelmäßig unter die Lupe nehmen - ein Vergleich ist online schnell gemacht und kann sich richtig auszahlen.

  • Versicherungen:
    Gleiches gilt für laufende Versicherungen. Zahlt sich zum Beispiel die Handy-Versicherung wirklich aus oder lohnt sich hier die Investition in eine gute Hülle und Schutzfolie zusammen mit dem Vorsatz, in Zukunft sorgfältiger mit den eigenen Sachen umzugehen?

  • Abos:
    Ein weiteres Beispiel für Ausgaben, die die Fixkosten in die Höhe treiben, sind Abonnements. Klassische Fälle sind hier Zeitungen und Zeitschriften, Apps für dein Smartphone und Tablet oder Streaming-Dienste.

Was hier besonders wichtig ist: Informiere dich genau über die geltenden Kündigungsfristen und -bedingungen. Viele Verträge und Mitgliedschaften haben eine jährliche Laufzeit und verlängern sich automatisch - diese solltest du mindestens 3 Monate vorher kündigen.

3. Energiekosten senken: Anbieter & Verbrauch (Stand 2026)

Die reinen Energiepreise (für den Großhandel) haben sich gegenüber den Hochphasen in den letzten Jahren spürbar beruhigt – was viele Altverträge aber noch nicht widerspiegeln.

Gleichzeitig wirken aktuell vor allem die Netzentgelte stark auf deine Rechnung: Bei Strom gibt es im Schnitt nur einen leichten Anstieg, teils kommt es sogar zu Rückgängen je nach Netzgebiet. Bei Gas hingegen fällt der Netzkosten‑Anstieg deutlich aus.

Das heißt: Verträge prüfen & aktiv vergleichen zahlt sich wieder aus.

Das ist jetzt smart:

  • Tarif jährlich checken & ggf. wechseln
    Viele Altverträge liegen noch über dem aktuellen Marktniveau. Mit einem Wechsel kannst du dir wieder merklich Geld sparen – Vergleichsplattformen wie durchblicker.at helfen dir dabei. Achte beim Preisvergleich auf den Gesamtpreis nach Bonus, Laufzeit & Kündigungsfrist.

  • Fixpreis oder variabel?
    Fixpreise geben dir Planbarkeit – das ist sinnvoll, wenn dir ein konstanter Preis wichtiger ist als jede Nuance beim Marktverlauf. Variable Tarife können sich dagegen lohnen, wenn du deinen Verbrauch aktiv steuerst (Spitzenzeiten meiden) und Preisschwankungen im Blick hast.

  • Umzug oder Neuabschluss?
    Wenn du neu abschließt (z. B. nach einem Umzug), nutze unbedingt einen Vergleich und prüfe wichtige Parameter wie Preisgarantie, Grundgebühr, Bindung und Bonusbedingungen.

  • Verbrauch senken
    Unabhängig vom Tarif helfen dir Klassiker: Heizung 1 °C niedriger, Warmwasser‑Temperatur optimieren, Standby vermeiden, Geräte effizient nutzen. Das reduziert direkt deinen Arbeitspreis‑Anteil und puffert Netzkostensteigerungen etwas ab.

4. Mobilität neu denken

Ein eigenes Auto hat nicht nur Anschaffungskosten, sondern natürlich auch monatliche Fixkosten.
Neben den variablen Ausgaben für Benzin bezahlst du auch für die KFZ-Versicherung, das regelmäßige Service für das Pickerl und ggf. die Jahresvignette sowie das Parkpickerl (z. B. in Wien) oder Miet- und Betriebkosten für den Garagenplatz. Hinzu kommen dann noch die Mitgliedsbeiträge für den ÖAMTC oder ARBÖ. Gleiches gilt natürlich auch für ein Motorrad oder ähnliches.

Auch beim Thema Mobilität kannst du also eine Menge an Fixkosten einsparen:

  • Zweitauto: Falls du und deine Familie ein zweites Auto besitzt, dann rechnet die Kosten dafür regelmäßig durch. Vielleicht wurde das Öffi-Angebot in deiner Region ausgebaut und du kannst öfter Bahn, Bus und Co. nutzen? Oder du möchtest lieber öfter mit dem Fahrrad ins Büro fahren?

  • Kasko-Versicherung: Bei einem Neuwagen macht eine Vollkasko-Versicherung auf jeden Fall Sinn. Je älter dein Auto aber wird, desto mehr sinkt auch der Wert. Nach ein paar Jahren könnte es sich also lohnen, auf eine Teilkasko-Versicherung umzusteigen.

  • Carsharing: Solltest du dein Auto nur selten nutzen, könnte auch das Carsharing interessant für dich sein. So bist du trotzdem flexibel, wenn du mal ein Auto brauchst, kannst deine monatlichen Kosten im Vergleich zum eigenen Auto aber erheblich senken.

Least du dein Auto? Dann zählt natürlich auch die Leasingrate zu deinen Fixkosten. Wenn du mehr zum Thema Autoleasing erfahren möchtest, dann lies dir doch unseren Blogbeitrag dazu durch.

5. Mietausgaben reduzieren - deine Möglichkeiten

Den größten Anteil deiner Fixkosten macht vermutlich die Miete aus. Aber auch hier kannst du an den Kosten schrauben, indem du dich fragst:

  • Wie viel Platz brauche ich wirklich?
    Gerade Familien, deren Kinder schon ausgezogen sind, könnten einen Umzug in eine kleinere Wohnung in Erwägung ziehen. Das spart nicht nur Miet- und Energiekosten, sondern auch Putzstress.

  • Möchte ich in dieser Wohnung bleiben oder gibt es günstigere Alternativen?
    Vielleicht denkst du ja schon länger über einen Umzug ins Grüne nach oder möchtest in einem anderen Bezirk oder einer anderen Region wohnen.

  • Ist die Höhe meiner Miete angemessen oder kommt eine Mietzinsminderung in Frage?
    Gerade bei Altbauwohnungen wird oftmals viel mehr Miete verlangt, als eigentlich erlaubt ist. In unserem Blogbeitrag rund um den Mietpreis erfährst du mehr darüber.

6. Kontoführungsgebühren sparen

Wenn du sowieso schon dabei bist, dir über deine Ausgaben einen Überblick zu verschaffen, dann wirf auch gleich einen Blick auf deine Kontoführungsgebühren auf dem Kontoauszug. Oftmals haben wir die nämlich gar nicht so im Kopf.

Setze dich genau mit den Konditionen deines aktuellen Bankkontos auseinander und überlege dir, was du für deine Bankgeschäfte wirklich brauchst und ob sich ein Wechsel zu einer anderen Bank eventuell lohnt.

Wenn du zum Beispiel hauptsächlich digital unterwegs bist, können wir dir unser smartkonto99 ans Herz legen. Das ist ruckzuck online eröffnet - ohne Papierkram und versteckte Kosten.

Und solltest du zwischen 14 und 20 Jahren sein, dann ist unser aktivkonto99 jugend das Richtige für dich - mit kostenlosem All-In-Paket bis zu deinem 21. Geburtstag!

7. Kredite umschulden und Zinsen senken

Hast du einen oder mehrere Kredite laufen, die recht hohe Zinsen haben? Dann könnte sich eine Umschuldung für dich lohnen!

Was eine Umschuldung genau ist und wann sie Sinn macht, erfährst du in unserem Blogbeitrag.

Das gilt nicht nur für Ratenkredite, sondern natürlich auch für Immobilienkredite. Bei einer Laufzeit von mehreren Jahren oder sogar Jahrzehnten kann ein geringerer Zinssatz einen großen Unterschied ausmachen.

Und, fühlst du dich nun fit im Umgang mit deinen Fixkosten? Zum Abschluss haben wir noch ein passendes Zitat von Henry Ford für dich, das dich vielleicht noch ein bisschen mehr motiviert.

Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.

Henry Ford

Könnte dieser Beitrag auch deiner Familie, deinen Freund*innen oder Bekannten gefallen? Dann teile ihn doch mit ihnen das würde uns sehr freuen.

Die Konten der Bank99 im Vergleich – das ideale Konto für jede Lebenssituation

Du hast noch kein Konto bei uns?

Entdecke jetzt das passende für dich.

Mehr erfahren
Felix

Felix

Du findest die Finanzwelt langweilig und kompliziert? Felix überzeugt dich vom Gegenteil! 😲 Er berichtet hier auf dem Blog von allem, was du über die Finanzwelt wissen solltest.

Das könnte dich auch interessieren...

Spartipps, Unbezahlbares Wissen
1. Juni 2025

Frugalismus: 9 Tipps

Sparen extrem: Du kannst vom Lebensstil der Frugalisten einiges lernen.
Ein Mann liegt entspannt in der Hängematte, als Symbol für den Lebensstil der Frugalisten.
Spartipps, Konto & Alltag
23. Juli 2025

9 Einkaufs-Spartipps

Wie funktioniert die Preisgestaltung und was sind Mondpreise?
In einem Gartencenter spricht ein Verkäufer mit einer Mutter und ihrem Kind – sie stehen zwischen Pflanzen und Gartenartikeln.
Spartipps
1. Jänner 2026

Spar-Challenges für dich

Eine gute Challenge: mehr Geld sparen. So schaffst du es!
Ein Kleinkind wirft eine Münze in ein Sparschwein, was für Geld sparen steht.