Aktualisiert am 22. Jänner 2024·in Unbezahlbares Wissen·6 Minuten Lesezeit

Was 2024 bringt? Ein Kräftemessen der Anlagemöglichkeiten.

Ein neues Jahr hat begonnen, die Weltlage hat sich nicht beruhigt und die Weltwirtschaft ist hin und hergerissen. Das klingt nicht nur uneinheitlich, das ist auch so. Wenn man sich die Vorkommnisse analytisch vor Augen führt, dann ist das vielleicht der richtige Zeitpunkt, um anlagemäßig das Steuer in die Hand zu nehmen. Aber eins nach dem anderen. Schauen wir uns doch zunächst die Zinslage an. 💫

Europäische Einblicke und ein Blick über den Ozean. 

Weihnachten war auch dank Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentral (EZB), ein frohes Fest für Sparer*innen.

Und im Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Ein ähnliches Bild. Laut der aktualisierten Median-Projektionen erwartet die Fed im Jahr 2024 nun 3 statt bisher 2 Zinssenkungen. Nach diesen Beobachtungen kann eine sanfte Landung der US-Wirtschaft für möglich erachtet werden. Wir bleiben dran.

Die unergründlichen Wege der Inflation 

Blicken wir zurück ins Jahr 2022, können wir feststellen, dass da die Inflation ihren Höhepunkt bereits erreicht hatte. Im Euroraum lag sie im Oktober 2022 bei circa 10,6 %, im November 2023 ist sie dann auf 2,4 % gesunken. Der Inflationsdruck ist nicht weniger geworden, er hält sich hartnäckig. Es könnte also durchaus sein, dass wir uns dieses Jahr, gerade in den USA, auf eine Achterbahnfahrt gefasst machen können. Und nach Lesart der EZB könnte die Inflation auf kurze Sicht wieder anziehen. 🎢 

Die Gesamtinflation könnte heuer auf die EZB Preisstabilitätsmarke von 2 % sinken oder diese vorübergehend sogar unterschreiten, da die Auswirkungen des Energieschocks des letzten Jahres aller Voraussicht nach zurückgehen werden.  

Wann die EZB sich wieder mehr Zuversicht leisten wird? Beobachtungen lassen die Vermutungen zu, dass es wahrscheinlich bis zu den Lohnverhandlungen im Frühjahr 2024 dauern wird, bis die „datenabhängige“ EZB zuversichtlich ist, dass die Inflation dauerhaft auf 2 % zurückkehrt. Nichtsdestotrotz: Der Zinssenkungsspielraum der Fed und EZB bleibt begrenzt! 

Angeleiert: ein Ausblick für den Euroraum 

Vor diesem Hintergrund ist eine anhaltende Volatilität an den Anleihemärkten wahrscheinlich. Und die taktisch neutrale Haltung BlackRocks gegenüber Staatsanleihen des Euroraums und der USA bleibt bestehen. Der jüngste Renditerückgang und die damit einhergehenden Kursgewinne begrenzen das Potenzial für Anleihen nächstes Jahr. ⚠️ 

Der versöhnliche Abschluss in einem schwankungsreichen Jahr 

Wenn wir uns die beiden letzten Jahre ansehen, so lässt sich nach den Kursrückgängen bei Aktien und Anleihen im Jahr 2022 sagen, dass sich das Jahr 2023 zum Abschluss versöhnlich gegeben hat. Bitte beachte jedoch, dass Entwicklungen aus der Vergangenheit keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zulassen. 🔆 

Eine Zinswende, aber kein Zurück in die Vergangenheit. 

Unser Kooperationspartner BlackRock spricht von strukturellen Verschiebungen. Sogenannte MegaForces, einflussreiche, strukturelle Kräfte, sind der Grund für merkliche Rentabilitätsverschiebungen, welche regionen- und sektorenübergreifend Auswirkungen zeigen.

Was die Konjunktur anbelangt, erwartet BlackRock 2024 in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein gedämpftes Wirtschaftswachstum. 🚧 

Erste Schlussfolgerungen und mögliche Chancen

Bei fallenden Zinsen profitieren Anleihen, welche bereits höher verzinst sind. Im Vergleich zur vergangenen „Niedrigzinsphase“ sind nach wie vor gute Ertragschancen möglich. Wichtig ist, auf eine breite Diversifikation zu achten. Auch in einem Umfeld von niedrigerem Wirtschaftswachstum kann sich diese Anlageklasse bewähren, wobei auch stets die Ausfallquote sowie verschiedene Risikosegmente (wie High Yield-Anleihen) zu beachten sind. 

Der Aktienmarkt – Ein Blick unter die Oberfläche

Mit unserem Produktpartner Amundi Asset Management.

Eine Momentaufnahme: Einiges mag zwar kurzfristig auf ein weiteres Aufwärtspotenzial bei Aktien hindeuten, gleichzeitig sollten man dabei aber auch an die Nachhaltigkeit der Unternehmensgewinne denken.

Wir beobachten weiter, dass Amundi derzeit, Stand 19.1.2024, einerseits fair bewertete Qualitätsaktien aus den USA, Japan und Europa für interessant hält. Andererseits bleibt unser Produktpartner aber vorsichtig, was Aktien anbelangt. Dafür sind möglicherweise Märkte verantwortlich, da diese ein sehr günstiges, vielleicht zu günstiges Umfeld einpreisen. Was nichts anderes heißt, als dass künftige Preise bzw. Kurse auf Grund von erwarteten Ereignissen berücksichtigt und damit vorweggenommen werden.

Ganz konkret: Bei US-Aktien scheinen die Märkte von einem sogenannten „Goldilocks-Szenario“ auszugehen, das in einigen Bereichen zu Überbewertungen geführt hat. In diesem Fall hält Amundi aber an einer ausgewogenen Sichtweise fest und setzt auf ertragstarke Unternehmen. Das Goldlöckchen-Szenario – englisch Goldilocks – beschreibt dabei eine perfekte Mitte. Wenn etwas weder zu wenig noch zu viel, sondern gerade richtig ist und sich damit an einem optimalen Punkt befindet.

Im Gegensatz dazu wird in Europa ein anderer Kurs verfolgt. Hier teilt das Asset Management Unternehmen nämlich die Ansicht, dass der Kontinent von der nachlassenden Inflation profitieren könnte, weswegen eine selektive und ausgewogene Haltung, mit einer Tendenz zu defensiven Konsumgütern und Industriewerten, vertreten wird.

In China kann man dafür gerade beobachten, wie die Regierung kurzfristige Schwierigkeiten mit nachhaltigerem Wachstum ausgleicht. Darauf reagiert unser Partner mit einer konstruktiven Einstellung bzw. einer kurzfristig neutralen Sichtweise.

Was andere Schwellenländer, englisch „Emerging Markets“, betrifft, so geht Amundi schließlich davon aus, dass das Wachstumsgefälle zwischen ihnen und den Industriestaaten hoch bleiben wird. Amundis Expert*innen bevorzugen da etwa Indien, Indonesien, Brasilien und Mexiko. Weitere Information zu News und Märkten von Amundi.

Conclusio: Risiken im Auge behalten, Chancen wahren.

Für das neue Jahr lässt sich insgesamt sagen, es könnte volatil werden. Eine instabile politische Weltlage, Zinssenkungen und sonstige Überraschungen halten uns auf Trab. Wie man sich darauf vorbereiten kann? Man kann schon mal damit beginnen, die Risiken im Auge zu behalten und starten, statt zu warten. Denn wer weiß schon, was passieren wird. 🙂

Apropos Chancen wahren

Für alle Beobachter*innen des Investmentgeschehens, die bei der richtigen Gelegenheit zu Akteuren werden: Das Portfolio der bank99 blickt mit dem aktuellen Fonds im Fokus in die nicht mehr ferne Zukunft. Schau dir Pictet Robotics und Pictet Digital einmal an und nimm dir bei der Gelegenheit vielleicht die Top 10 unserer Kund*innen in Augenschein, um sich inspirieren zu lassen.  

Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel sind nicht als Anlageberatung zu verstehen. Außerdem können Veranlagungen in Finanzinstrumenten mit Verlusten bis hin zum Totalverlust verbunden sein. 

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David

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Wie schön, dass du zu David gefunden hast! 😊 Er ist unser Sparfuchs und weiß immer ganz genau, wie das beste Schnäppchen zu finden ist.

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