22. November 2023·in Unbezahlbares Wissen·10 Minuten Lesezeit

Die Zukunft im Blick

Was wird uns die Zukunft bringen? Darüber gibt es viele unterschiedliche Spekulationen und es gibt auch Unternehmen, die sich heute schon mit der Technik von Morgen beschäftigen. Genau in diese Unternehmen können auch Anleger*innen investieren. 💻 

Wir schauen uns an auf was es dabei ankommt und in welche Richtungen es gehen kann. In einem ersten Teil beschäftigen wir uns mit Künstlicher Intelligenz und dem Fonds Pictet-Digital, in einem zweiten Teil schauen wir uns Robotics und den Fonds Pictet-Robotics an. Insgesamt geht es auch darum auszuloten, inwieweit Investitionen auf diesem Gebiet interessant sein könnten. Vorwärts in die Zukunft und los geht´s! 🏁  

Künstliche Intelligenz (KI), seit wann gibt es sie überhaupt? KI ist vielleicht früher entstanden als einige denken. Denn die Idee, Maschinen zu bauen, die intelligent sind, fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Der Blick in die Zukunft begleitet uns also praktisch schon immer. 📹 

Der Begriff „künstliche Intelligenz“ wurde 1956 während der Dartmouth Conference geprägt. Und während der letzten Jahrzehnte hat sich das Thema immer wieder weiterentwickelt. Mittlerweile beschäftigen die Menschen sich nicht mehr nur mit Fragen und Theorien. Mit dem Entstehen von ChatGPT (Generative Pre-trained Transformer) und der Möglichkeit den Chatbot, der künstliche Intelligenz einsetzt, zu verwenden wurde das Thema von einer neuen Begeisterungswelle erfasst. Wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht, mit der Gewissheit, dass sich auf diesem Gebiet viel tun wird. 🕹 

Die KI wächst mit der Begeisterung.

Wenn wir uns dieses intelligente Tool genauer anschauen, dann kann man durchaus davon ausgehen, dass ein Großteil aller Unternehmen, die auf KI setzen, in 3 elementaren Bereichen von der KI-Durchdringung profitieren. 📡 

  1. Unternehmen, die KI ermöglichen: Hier gehören Halbleiter für Software oder Elektrofahrzeuge und Cloud-Computing-Anbietende dazu, welche die notwendige Infrastruktur für schnell wachsende Branchen im Programm haben.  

  2. Betriebe, die KI entwickeln:  Diese nutzen KI, um weitreichende Verbesserungen vorzunehmen – von der Steigerung der Produktivität durch die Automatisierung manueller Prozesse bis hin zu prädiktiven Analysen, um die Nachfrage nach ihren Produkten zu modellieren. 

  3. Firmen, die KI nutzen: Technologieunternehmen entwickeln KI-gestützte Produkte wie z. B. virtuelle Chatbots und innovative Unternehmenssoftware für Sicherheits-, Gesundheits- und Finanz-Branchen. 

Wächst auch das Interesse an Anlagen in Künstliche Intelligenz? 

Eine generative, also erzeugende KI begeistert Investor*innen aufs Neue für Technologiewerte. Dabei gab es das Konzept der KI schon lange vorher, wie schon erwähnt Mitte der 1950er. Aber erst jetzt ist das Gebiet, das bisher nur von Informatiker*innen beansprucht wurde, zum Mainstream geworden. ⌚️ 

Und noch immer steht die KI am Anfang ihrer Entwicklung. Grundlegenden Modellen werden unglaublich große Datenmengen zur Weiterverarbeitung gegeben. Die KI wird immer besser und produktiver. 📈 

Die große Welle an Interesse gegenüber generativer KI ist ein Beleg für die Attraktivität des Technologiesektors und seine Fähigkeit, neue Wachstumsquellen zu erschließen.

Pictet Asset Management

Im Moment erleben wir wieder einen Innovationsschub, wie wir ihn ähnlich auch in den 1990ern anlässlich der Verbreitung des Internets erlebt haben. 1990 waren 0,5 % der Weltbevölkerung online. Heute hat jeder*jede ein Smartphone, in Österreich besteht sogar eine gewisse Tendenz zu mehreren Telefonen pro Person, und jeder*jede einen Internetanschluss. ChatGPT hatte nach 2 Monaten mehr Nutzer*innen als es Mitte der Neunzehnneunziger Internetnutzer*innen gab. 📊 

Die große Chance – der Künstlichen Intelligenz 

Die generative KI entwickelt sich schnell und Ihre Entwicklung hat gerade erst begonnen. Man kann noch nicht voraussehen, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sie sich entwickeln wird. Und man kann davon ausgehen, dass sich dadurch auch ein ganzes Universum an Möglichkeiten für Anlagen eröffnen wird. 🌏 

Im Moment wird sehr viel in die Infrastruktur der KI investiert. Die KI-Modelle werden trainiert, das braucht Zeit und blockiert Ressourcen. Nach der Einschätzung von Pictet werden diese Investitionen mit der Zeit über eine reine Infrastruktur hinausgehen, da die Intelligenz der KI nach und nach die verschiedenen Anwendungsbereiche erfasst. 📑 

Mögliche Anwendungsmöglichkeiten? Erscheinen heute schon unbegrenzt: Arzneimittelforschung und Diagnostik, Bildung, Kunst, Finanzwesen. Die KI kann das alles auf den Kopf stellen. Und das führt dazu, dass die Nachfrage in anderen Technologiesektoren wie Software, Hardware und Halbleitern steigt. 🔍 

Pictet glaubt außerdem, dass dieser Technologiezyklus eher etablierten Unternehmen etwas bringt. Denn diese Technologieunternehmen sind häufig die, die im Bereich der KI führen. Woran das liegt? KI braucht große Datenmengen, außerdem ist das Trainieren von KI-Modellen sehr kostenintensiv.  Beides zu bieten fällt Unternehmen, die ohne weitere Investitionen wachsen, leichter als neuen, jungen Unternehmen. Außerdem kann jeder Large Language Models integrieren, die für die KI gebraucht werden. Start-ups haben also hier keinen Vorteil. Weiter ist es auch so, dass Unternehmen, mit vielen Nutzer*innen am meisten von künstlicher Intelligenz profitieren, da neue KI-gestützte Produktfeatures einfacher in bereits etablierte Produkte mit vielen Nutzer*innen eingeführt werden können. Was das für Investor*innen laut Pictet bedeuten kann? Ganz einfach: Die Chancen, sich über gut geführte börsennotierte Technologieunternehmen in das KI-Thema einzubringen, sind attraktiv. 📍 

Pictets Blick in die Zukunft

Wir gehen davon aus, dass die Investor*innen im Laufe der Zeit wählerischer werden. Es wird immer wichtiger, die Art der einzelnen Produkte und die Positionierung der verschiedenen Unternehmen zu verstehen. Wir sind auch der Meinung, dass die Time-to-Revenue, also wann tatsächlich geschäftliche Vorteile erzielt werden, ein wichtiges Thema ist. Auf diese Aspekte konzentrieren wir uns als Team – wir filtern Unternehmen heraus, deren Anlagerenditen auch über den Hype hinaus solide sind. 

Wir stehen natürlich noch am Anfang des nächsten großen technologischen Wandels, der die meisten Technologie- und auch die Nicht-Technologiemärkte im Laufe der Zeit verändern wird. Es ist inspirierend zu sehen, wie schnell sich Unternehmen anpassen, um Nutzen aus der KI zu ziehen. Wir sind gespannt, welche bahnbrechenden Produkte diese neue KI-Ära definieren werden.

Pictet Asset Management

Robotik: 5 gute Gründe für eine Anlage

Vor 60 Jahren hat der weltweit 1. Industrieroboter in einer Autofabrik mit der Arbeit begonnen. Mittlerweile gehören diese Roboter zum Alltag. 

Laut International Federation of Robotics gibt es weltweit 3,5 Mio Roboter-Arten. Sie bauen Autos zusammen, putzen Häuser, liefern Einkäufe ab und spielen mit älteren Menschen Bingo. 

Der technologische Fortschritt (KI, Halbleiter) macht den Weg für eine neue Art Maschine frei. Dazu kommen der Arbeitskräftemangel, die Alterung der Bevölkerung und die sinkende Produktivität. Mit anderen Worten, die Rufe nach Automatisierung werden lauter. 🎤 

  1. Neuausrichtung und die Verlagerung nach innen 

    Die letzten Jahre haben uns sehen und spüren lassen, wohin es führen kann, wenn man alles in weit entfernten Ländern produziert. Die gesammelten Erfahrungen veranlassen Unternehmen nun dazu, ihre Produktion wieder ins eigene Land zurückzuholen. Oder zumindest wollen die Betriebe in der Nähe bleiben. Das kann eine Vermutung zulassen: Die Einsatzgebiete von Industrierobotern könnten sich dadurch vervielfachen. Auch die Halbleiterindustrie ist einer der Sektoren, auf welche die Neuausrichtung der Produktion abzielt. 🚚 

  2. Mensch plus Maschine 

    Roboter, die autonom und doch eng mit Menschen zusammenarbeiten sind noch eine sehr junge Entwicklung. Die globale Nachfrage erscheint logisch. Der Arbeitskräftemangel, die Lohninflation sowie bessere und günstigere Technologien befeuern das Interesse an dieser Technologie. 🤖 

  3. Software, die effizient ist. 

    Mehr Automatisierung heißt auch, mehr Software wird verwendet. Heute bieten Unternehmen oft Abonnements ihrer Computerprogramme an, um einerseits deren Weiterentwicklung und andererseits deren Nutzung zu ermöglichen. Die Software selbst ist in einer Cloud, alle können darauf zugreifen, und wenn es Updates gibt, sind auch diese einfach zu erreichen. Beliebter werden auch automatisierte Geschäftsprozesse. Softwarelösungen werden entwickelt, um die Produktivität der Mitarbeiter*innen zu steigern. Außerdem können Unternehmen dank der KI-Fortschritte auch große Datenmengen nutzen, um so die Effizienz eines Betriebs zu optimieren. ✍️ 

  4. Mehr KI und Computing 

    Wo Maschinen, die immer komplexer werden und so mehr Rechenleistung brauchen, um Daten zu berechnen und zu verarbeiten, hinführen? Und was es heißt, das KI viele Ressourcen und noch mehr Datenmengen braucht, um neue Inhalte zu generieren? Nun, Halbleiter werden immer mehr und immer komplexer. Der größte Teil des Umsatzes geht dabei auf Memory-, Rechen- und Speicherhalbleiter. In der Kette der Halbleiter-Unternehmen sind Electronic Design Automation-Betriebe ebenso wichtig, diese sind unter anderem für Softwarelösungen verantwortlich. Abgesehen davon gibt es auch bei den KI-Halbleiterausrüster*innen einen Aufwärtstrend. Sie liefern die Werkzeuge für die Chipherstellung. Und Halbleiterfertigungswerke (sogenannte „Fabs“) gehören zu den am stärksten automatisierten Fabriken der Welt, was wiederum den Bedarf an KI-Prozessen für die Verbesserung der Produktionsleistung erhöht. 💥 

  5. Endlich autonom fahren 

    Während früher Roboter die Autos nur gebaut haben, fahren sie sie heute auch noch. Es wird aber noch dauern, bis wir autonom geführt werden. Bis dahin gibt es z. B. Fahrer*innenassistenzsysteme, die immer ausgereifter werden. Laut Pictet, die eine Studie von Gartner dazunehmen, wird es 2031 so sein, dass in jedem Auto Halbleiter im Wert von schätzungsweise 1.550 US-Dollar verbaut sein dürften, während es 2021 gerade mal 665 US-Dollar waren. 🚗 

Eine mögliche Schlussfolgerung 

KI ist die Grundlage für viele Innovationen und der Schluss liegt nahe, dass sie das Potenzial hat, Robotik- und Automatisierungstechnologien zu revolutionieren. Der Robotik-Bereich, also die Automatisierungen, können der Ausgangspunkt für eine gesteigerte Produktivität und gesenkte Kosten sein. Das Themengebiet rund um Roboter und ihre Technik könnte auch beim Stichwort „Arbeitskräftemangel“ bald mehr im Gespräch sein.  Deswegen könnte nach der Einschätzung von Pictet auch dieser Sektor im Vergleich zur Gesamtwirtschaft schneller wachsen. Das lässt den Fokus auf möglicherweise erfolgreiche, thematische Anlagechancen lenken, die auf Unternehmen zutreffen, die Roboter herstellen, als auch auf jene, die die Komponenten für diese Produktion liefern. Von Halbleitern bis hin zur Software. 🧐 

Weil eine Strategie nicht genug ist. 

Die angebotenen KI-Fonds wurden 1997 aufgelegt. Diese Angebotsbreite verfolgt aber nicht eine bestimmte Strategie. Bei Pictet werden 3 Strategien umgesetzt: Digital, Security und Robotics. 🥁 

Digital - Investiert in Daten-, Technologie- und Online-Plattformen für die Digitalwirtschaft und in die Unternehmen, die deren Betrieb ermöglichen. 

Robotics - Investiert in Unternehmen, die Robotik- und Automatisierungstechnologien revolutionieren, sowie in Softwareunternehmen, die die Industrie- und Unternehmensautomatisierung vorantreiben. 

Security - Investiert in die Sicherheitsprodukte und -services, die zum Schutz von Privatpersonen, Unternehmen und Regierungen in einer sich schnell verändernden Bedrohungslandschaft erforderlich sind. 

Was Anleger*innen von dieser Technologie-Strategie haben? 

Jede Strategie für sich kann als Baustein und Wachstumskomponente einer globalen Aktienallokation eingesetzt werden. Diese beruht auf einem langfristigen Ansatz und setzt auf ein bewährtes, aktives Management. 📊 

Besonders im Bereich der Technologien soll ein aktives Management dazu beitragen, Probleme die das Markttiming, Bewertungen und Kapitalisierungsfokus betreffen, abzuschwächen. 

Megatrends: Pictets Ansatz für Technologie-Investments  

Megatrends sind für Pictet der beste Ausgangspunkt für Investitionen in die dynamischsten Branchen der Welt. Nicht zuletzt, weil sie von strukturellen Kräften profitieren, die unsere Welt prägen. Es geht dabei um tiefgreifende soziale, wirtschaftliche, ökologische oder technologische Transformationen und darum, wie sich Künstliche Intelligenz auf die Weltwirtschaft auswirken wird. 🖍 

Fazit 

Wir sind Pioniere für technologiebasierte thematische Investments – seit 1997 investieren wir in Unternehmen in der KI-Wertschöpfungskette. Dadurch sind wir in einer starken Position, über den Hype hinauszuschauen und das wahre Investmentpotenzial zu entdecken.

Peter Lingen, Senior Investment Manager 

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Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel sind nicht als Anlageberatung zu verstehen. Außerdem können Veranlagungen in Finanzinstrumenten mit Verlusten verbunden sein.

David

David

Wie schön, dass du zu David gefunden hast! 😊 Er ist unser Sparfuchs und weiß immer ganz genau, wie das beste Schnäppchen zu finden ist.

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