Hier erfährst du noch detailliertere Informationen zum Account-Takeover von der Watchlist Internet.
2. Investment-Scam: Prominente als Lockmittel
Betrüger*innen nutzen gefälschte Promi-Videos, manipulierte Medienberichte oder Social-Media-Anzeigen, um Vertrauen aufzubauen. Die beworbenen Investments versprechen hohe Gewinne bei geringem Risiko. Tatsächlich handelt es sich meist um Betrug, bei dem eingezahltes Geld verloren geht.
So erkennst du Deepfakes
Achte auf:
unnatürliche Lippenbewegungen
monotone oder unpassende Sprache
fehlende Emotionen
Unstimmigkeiten zwischen Bild und Ton
Warnsignale für Investmentbetrug
Sei außerdem vorsichtig, wenn du kurz nach einer Anmeldung telefonisch kontaktiert und zu weiteren Einzahlungen gedrängt wirst. Seriöse Anbieter setzen Kund*innen nicht unter Druck und versprechen keine garantierten Gewinne.
Möchtest du mehr wissen? Die Watchlist Internet listet einige konkrete Fälle auf, etwa mit Bundespräsident Van der Bellen oder Ex-Kanzler Kurz.
3. Nachrichten von Paketdiensten
Einer der Phishing-Klassiker, die wir bestimmt alle schon mal erlebt haben:
Du erhältst eine SMS oder E-Mail, angeblich von einem Paketdienst. Begründet wird die Nachricht mit fehlenden Daten, einer offenen Gebühr oder Problemen bei der Zustellung. Der enthaltene Link führt jedoch auf eine gefälschte Website.
So schützt du dich
Prüfe Zahlungsaufforderungen besonders sorgfältig und rufe die Sendungsverfolgung ausschließlich über die offizielle Website oder App des Paketdienstes auf.
Mehr erfährst du hier.
4. Love-Scam: Wenn Gefühle ausgenutzt werden
Betrüger*innen geben sich in Dating-Apps oder über soziale Medien als romantische Partner*innen aus, um Vertrauen aufzubauen und emotionale Nähe zu erzeugen. Schon bevor ein „echtes“ Treffen stattfindet, tauchen oft vermeintliche Notfälle auf, bei denen sie um Geld bitten – etwa für Flugtickets, medizinische Hilfe oder gesperrte Konten.
Eine weitere Variante kombiniert Liebesbetrug mit Investmentphishing: Zunächst gibt es Zuwendung und Anteilnahme, danach wird das Opfer gedrängt, kleinste Beträge in „sichere“ Anlagen zu investieren – mit scheinbaren Gewinnen als Köder. Werden größere Summen eingezahlt, bricht der Kontakt plötzlich ab und das Geld ist verloren.
So erkennst du einen Love-Scam
Zu schön, um wahr zu sein:
Die Person wirkt übermäßig attraktiv, charmant und interessiert – schnell wird großes Vertrauen und emotionale Bindung aufgebaut. Wenn sich jemand schon nach kurzer Zeit als „Seelenverwandte*r“ bezeichnet, ist Vorsicht geboten.
Das Profil passt nicht ganz zusammen:
Achte auf Widersprüche: Die Person behauptet, aus Österreich zu sein, schreibt aber mit vielen Grammatikfehlern – oder arbeitet angeblich auf einem Schiff, im Auslandseinsatz oder auf einer Bohrinsel, was ein Treffen „leider“ unmöglich macht.
Kein persönliches Treffen:
Trotz intensiver Kommunikation kommt es nie zu einem realen Treffen. Ausreden wie „Visa-Probleme“, „defektes Handy“ oder „Einsatz im Ausland“ sind Klassiker.
Emotionale Manipulation:
Love-Scammer bauen gezielt Druck auf – mit Geschichten über Krankheit, Schicksalsschläge oder dringende Notlagen. Ziel ist immer, Mitleid zu erzeugen und um Geld zu bitten.
Geldforderungen oder Geschenke:
Früher oder später kommt die Bitte um finanzielle Unterstützung – für Flugtickets, Krankenhauskosten, Zollgebühren oder „dringende Investitionen“. Das ist der Moment, in dem du den Kontakt abbrechen solltest.
Fortlaufende Forderungen:
Wurde einmal gezahlt, kommt kurz darauf die nächste Bitte nach mehr Geld. Dabei wird mit Druck und Schuldgefühlen gearbeitet.
Insider-Finanztipps:
Der*die Liebesbetrüger*in gibt Investitions-Empfehlungen, die angeblich aus geheimen Quellen stammen und verweist auf eine "neue und exklusive" Investmentplattform.
Hier erfährst du mehr über den Umgang mit Liebesbetrug.
5. Treuepunkte bei Mobilfunkanbietern
Kriminelle versenden SMS über angeblich verfallende Bonus- oder Treuepunkte und locken auf gefälschte Webseiten.
Warnsignale
Öffne im Zweifel immer selbst die Website deines Mobilfunkanbieters.
Hier erfährst du mehr zum Thema Treuepunkte-Phishing.
6. Identitätsdiebstahl: Pass auf deine Daten auf
Kriminelle nutzen gestohlene persönliche Daten, um Fake-Profile, Betrugsanzeigen oder Fake-Shops zu erstellen. Je mehr Informationen sie besitzen, desto glaubwürdiger wirken ihre Betrugsversuche.
Mögliche Anzeichen
unerwartete Anrufe von Betroffenen
Pakete, die du nicht bestellt hast
Rechnungen oder Mahnungen für unbekannte Käufe
Kontaktaufnahme durch Behörden
So schützt du dich
persönliche Daten sparsam weitergeben
Ausweiskopien nur mit Wasserzeichen versenden
starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen
über aktuelle Betrugsmaschen informiert bleiben
Mehr Informationen zum Identitätsdiebstahl findest du hier.
7. Hallo Mama, das ist meine neue Nummer
Bei dieser beliebten Betrugsmasche erhältst du eine Nachricht von einer unbekannten Nummer – meist mit dem Satz: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer.“ Sobald du antwortest, beginnt der eigentliche Trick: Die angebliche Tochter oder der angebliche Sohn bittet um Geld, oft mit einer emotionalen Geschichte („Ich muss dringend eine Rechnung bezahlen!“) und hohem Zeitdruck. Ziel ist es, dich zu einer schnellen Überweisung zu bewegen, bevor du den Schwindel bemerkst.
Vorsicht: Oft wird gezielt eine Echtzeitüberweisung gefordert. Das Geld landet innerhalb weniger Sekunden auf dem Konto der Täter*innen und kann anschließend meist nur sehr schwer oder gar nicht mehr zurückgeholt werden.
Warnsignale
Ruf die Person immer unter der bekannten Nummer zurück.
Möchtest du mehr zu dieser Betrugsmasche erfahren?
8. Gewinnspiel wird zur Abo-Falle
Hinter vermeintlichen Gewinnspielen verbergen sich oft kostenpflichtige Abos oder der Versuch, Zahlungsdaten abzugreifen.
Warnsignale
Tipp: Lies Teilnahmebedingungen immer genau und prüfe den Anbieter, bevor du persönliche Daten eingibst. So schützt du dich effektiv vor Abo-Fallen. Mehr erfährst du hier.
9. Telefonbetrug
Betrüger*innen geben sich häufig als Mitarbeitende von Banken, Behörden oder bekannten Unternehmen aus.
So schützt du dich
verdächtige Gespräche sofort beenden
keine Zahlungen oder Freigaben bestätigen
keine Fernwartungssoftware installieren
offizielle Telefonnummern selbst recherchieren und zurückrufen
Möchtest du mehr zum Thema Telefonbetrug erfahren?
10. Recovery Scam: Wenn Hilfe zur Falle wird
Kriminelle kontaktieren gezielt Menschen, die bereits Opfer eines Betrugs geworden sind, und versprechen die Rückholung verlorener Gelder.
Warnsignale
unerwartete Kontaktaufnahme
geforderte Vorauszahlungen
Druck oder unrealistische Versprechen
Seriöse Behörden oder Finanzaufsichten verlangen keine Vorabgebühren für die Rückholung von Geldern.
Tipp: Wenn du bereits Opfer eines Investment- oder Kryptobetrugs warst, melde dich niemals auf solche Rückgewinnungsangebote. Wende dich stattdessen an deine Bank, die Polizei oder die Watchlist Internet für eine seriöse Beratung. Mehr Informationen findest du hier.
11. Social Engineering: Die Methode hinter vielen Betrugsmaschen
Beim sogenannten Social Engineering manipulieren Kriminelle gezielt Menschen, um an vertrauliche Informationen oder Geld zu gelangen. Statt technische Sicherheitslücken auszunutzen, setzen sie auf psychologische Tricks wie Angst, Zeitdruck, Autorität oder Hilfsbereitschaft.
Social Engineering steckt hinter vielen Betrugsmaschen, etwa dem Hallo-Mama-Betrug, Love Scam, Telefonbetrug oder klassischen Phishing-Nachrichten.
Merke: Banken, Behörden und seriöse Unternehmen fragen niemals per Telefon, SMS oder E-Mail nach Passwörtern, PINs oder TANs.
Möchtest du mehr zum Thema Social Engineering erfahren?
12. Spoofing: Wenn der Absender echt aussieht
Beim Spoofing manipulieren Betrüger*innen die angezeigten Absenderdaten von Anrufen, SMS oder E-Mails. Dadurch kann es so wirken, als würde die Nachricht von einer Bank, Behörde oder einem anderen vertrauenswürdigen Unternehmen stammen. Tatsächlich steckt jedoch oft ein Betrugsversuch dahinter.
Das Ziel ist, Vertrauen zu schaffen und Betroffene dazu zu bringen, sensible Daten preiszugeben, Überweisungen freizugeben oder auf schädliche Links zu klicken. Deshalb gilt: Verlasse dich nicht allein auf die angezeigte Telefonnummer oder den Absender einer Nachricht. Überprüfe verdächtige Kontakte immer über offizielle Kanäle, bevor du handelst.
Merke: Eine echte Telefonnummer oder ein vertrauter Absendername sind kein Beweis für die Echtheit eines Kontakts. Bei unerwarteten Anfragen ist gesunde Skepsis der beste Schutz.
Weitere Infos zum Spoofing findest du hier.
13. Quishing: Wenn QR-Codes zur Betrugsfalle werden
QR-Codes sind praktisch und aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Genau das machen sich Kriminelle zunutze: Beim sogenannten Quishing werden manipulierte oder gefälschte QR-Codes eingesetzt, um Nutzer*innen auf betrügerische Websites zu locken. Dort versuchen Betrüger*innen häufig, Zahlungsdaten, Zugangsdaten oder andere sensible Informationen abzugreifen.
Gefälschte QR-Codes können an vielen Orten auftauchen, zum Beispiel auf Parkautomaten, E-Ladestationen, in E-Mails, SMS, Briefen oder auf Plakaten und Flyern. Besonders tückisch: Auf den ersten Blick ist nicht erkennbar, wohin ein QR-Code tatsächlich führt.
Wer einen QR-Code scannt, sollte deshalb die angezeigte Zieladresse genau prüfen und aufmerksam werden, wenn persönliche Daten, Kreditkarteninformationen oder die Installation einer App verlangt werden. Auch überklebte oder nachträglich angebrachte QR-Codes können ein Warnsignal sein.
Merke: QR-Codes wirken oft vertrauenswürdig, sind aber nicht automatisch sicher. Prüfe vor dem Öffnen immer die Zieladresse und nutze im Zweifel lieber die offizielle Website oder App des Anbieters.
Mehr erfahren.
14. KI-gestützte Betrugsversuche: Wenn Stimmen täuschend echt wirken
Künstliche Intelligenz wird zunehmend für Betrugsversuche eingesetzt. Besonders bei Schockanrufen können Stimmen von Angehörigen täuschend echt nachgeahmt werden.
Verlasse dich deshalb nicht allein auf eine vertraute Stimme. Kontaktiere die betreffende Person über die dir bekannte Telefonnummer.
Merke: Auch eine vertraute Stimme ist kein Beweis für die Identität einer Person.
Hier findest du weitere Infos.
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen auf einen Blick