Aktualisiert am 8. November 2022·in Konto & Alltag·3 Minuten Lesezeit

Woher hat das Spar­schwein seinen Namen?

Am liebsten haben wir es gelb, schön dick und prall gefĂŒllt: das Sparschwein. Aber was hat ein Schwein eigentlich mit Geld sparen zu tun? Wir haben uns auf die Suche nach einer Antwort gemacht.

Ein Kleinkind wirft eine MĂŒnze ins Sparschwein – Symbol fĂŒr Sparen und GlĂŒck.

Schon komisch, dass wir unser Geld am liebsten in kleinen Schweinchen aufbewahren, oder?

Pling, Pling – erinnert dich das vertraute GerĂ€usch von klimpernden MĂŒnzen auch immer an deine Kindheit? Es war einfach ein tolles GefĂŒhl, das eigene Sparschwein bis obenhin mit Geld zu fĂŒttern und das gesammelte Geld dann am Weltspartag zur Bank zu bringen.

So ein Sparschwein ist aber natĂŒrlich nicht nur etwas fĂŒr Kinder. Denn auch wir freuen uns ĂŒber jedes Pling und jeden gesparten Cent.

Das Schwein als GlĂŒckssymbol: Schwein gehabt!

Schon im Mittelalter gab es Sparschweine: unglaublich, dass der Ă€lteste Fund aus dem deutschen ThĂŒringen des 13. Jahrhunderts stammt, oder? Zu dieser Zeit waren etwa 90 % der Bevölkerung Bauern und hielten sich auf ihrem Hof verschiedene Tiere. Wenn darunter auch ein Schwein war, galt das als besonderer GlĂŒcksfall fĂŒr die ganze Familie.

Warum Schweine so begehrt waren? Zum einen natĂŒrlich, weil ein gut genĂ€hrtes Schwein damals gleich mehrere Monate Nahrung fĂŒr die ganze Familie bedeutete. Zum anderen, weil die Tiere als Symbol fĂŒr Fruchtbarkeit, NĂŒtzlichkeit und GenĂŒgsamkeit galten. Wer eines oder sogar mehrere Schweine besaß, wurde als wohlhabend und entsprechend glĂŒcklich angesehen.

Auch heute sagen wir ja oft noch "Schwein gehabt", wenn wir im Alltag GlĂŒck haben – daher kommt zum Beispiel auch der Brauch, an Silvester GlĂŒcksschweinchen fĂŒr das neue Jahre zu verschenken.

RegelmĂ€ĂŸig fĂŒttern – das gilt fĂŒr Tier und Sparschwein

Wenn wir an GlĂŒck denken, ist oft auch der Gedanke an Reichtum nicht weit. Deshalb kamen die Menschen im Mittelalter auf den Gedanken, GefĂ€ĂŸe in Form eines Schweines zu töpfern. Um darin dann ihr Geld aufzubewahren. Denn wenn es um Geld geht, kann ein bisschen GlĂŒck nicht schaden.

Das Sparschwein hat sogar mehr mit dem Essen zu tun, als du vielleicht glaubst! Ein lebendes Schwein wird tĂ€glich gefĂŒttert, damit es beim Schlachten schön dick ist und möglichst viel Fleisch gibt. Und mit einem Sparschwein ist das genauso: nur wer regelmĂ€ĂŸig Geld hineinwirft, kann sich – wenn die Zeit reif ist und eine wichtige Investition oder eben der nĂ€chste Weltspartag ansteht - am Ende auch ĂŒber eine fette Ausbeute freuen. So lernen Kinder schon frĂŒh, dass regelmĂ€ĂŸiges Sparen glĂŒcklich machen kann und sich auszahlt.

Ob Geld wirklich glĂŒcklich macht, erfĂ€hrst du ĂŒbrigens in unserem Blogbeitrag 9 Fragen zum GlĂŒck.

Maria

Maria

Maria ist unsere Seniorin. Sie erinnert sich sehr gerne an frĂŒher und plaudert hier auf dem Blog fĂŒr dich aus dem NĂ€hkĂ€stchen. 😊