Aktualisiert am 1. Juni 2026·in Konto & Alltag·3 Minuten Lesezeit

Woher hat das Spar­schwein seinen Namen?

Am liebsten haben wir es gelb, schön dick und prall gefüllt: das Sparschwein. Aber was hat ein Schwein eigentlich mit Geld sparen zu tun? Wir haben uns auf die Suche nach einer Antwort gemacht.

Ein Kleinkind wirft eine Münze ins Sparschwein – Symbol für Sparen und Glück.

Schon komisch, dass wir unser Geld am liebsten in kleinen Schweinchen aufbewahren, oder?

Pling, Pling – erinnert dich das vertraute Geräusch von klimpernden Münzen auch immer an deine Kindheit? Es war einfach ein tolles Gefühl, das eigene Sparschwein bis obenhin mit Geld zu füttern und das gesammelte Geld dann am Weltspartag zur Bank zu bringen.

So ein Sparschwein ist aber natürlich nicht nur etwas für Kinder. Denn auch wir freuen uns über jedes Pling und jeden gesparten Cent.

Das Schwein als Glückssymbol: Schwein gehabt!

Schon im Mittelalter gab es Sparschweine: unglaublich, dass der älteste Fund aus dem deutschen Thüringen des 13. Jahrhunderts stammt, oder? Zu dieser Zeit waren etwa 90 % der Bevölkerung Bauern und hielten sich auf ihrem Hof verschiedene Tiere. Wenn darunter auch ein Schwein war, galt das als besonderer Glücksfall für die ganze Familie.

Warum Schweine so begehrt waren? Zum einen natürlich, weil ein gut genährtes Schwein damals gleich mehrere Monate Nahrung für die ganze Familie bedeutete. Zum anderen, weil die Tiere als Symbol für Fruchtbarkeit, Nützlichkeit und Genügsamkeit galten. Wer eines oder sogar mehrere Schweine besaß, wurde als wohlhabend und entsprechend glücklich angesehen.

Auch heute sagen wir ja oft noch "Schwein gehabt", wenn wir im Alltag Glück haben – daher kommt zum Beispiel auch der Brauch, an Silvester Glücksschweinchen für das neue Jahre zu verschenken.

Vom Glück zum Sparen: Warum ausgerechnet ein Schwein?

Wenn es um Geld geht, spielt Glück oft eine Rolle. Im Mittelalter lag es daher nahe, das Glückssymbol gleich mit dem Sparen zu verbinden.

Die Idee:

  • Menschen töpferten Gefäße in Schweineform

  • Sie bewahrten darin ihr Geld auf

  • Das Sparschwein wurde zum Symbol für wachsendes Vermögen

Es gibt übrigens noch eine zweite spannende Theorie:
Im Englischen wurde im Mittelalter ein günstiges Tonmaterial „pygg“ genannt. Daraus entstanden Spargefäße („pygg jars“), die später mit dem ähnlich klingenden Wort „pig“ (Schwein) verwechselt wurden. So könnte die typische Form entstanden sein.

Regelmäßig füttern – wie beim echten Schwein

Ein Sparschwein hat mehr mit seinem lebenden Vorbild gemeinsam, als du vielleicht denkst:

  • Ein echtes Schwein wird regelmäßig gefüttert, damit es wächst

  • Ein Sparschwein füllt sich nur, wenn du konsequent Geld hineinwirfst

Die einfache Logik dahinter:

  • Regelmäßigkeit schlägt Höhe

  • Viele kleine Beträge ergeben mit der Zeit eine große Summe

  • Sparen funktioniert am besten als Gewohnheit

Oder anders gesagt:
Nur ein gut gefüttertes Sparschwein wird irgendwann richtig „wertvoll“.

Gerade für Kinder ist das eine wichtige Erfahrung:
Sie lernen früh, dass sich Geduld und Disziplin auszahlen.

Fazit: Mehr als nur Deko

Das Sparschwein ist mehr als ein hübsches Accessoire:

  • Es steht für Glück und Wohlstand

  • Es erinnert an die Bedeutung von regelmäßigem Sparen

  • Es macht finanzielle Ziele im Alltag greifbar

Und vielleicht ist genau das sein größter Wert:
Es zeigt dir ganz konkret, wie aus kleinen Beträgen Schritt für Schritt etwas Größeres entsteht.

Ob Geld wirklich glücklich macht, erfährst du übrigens in unserem Blogbeitrag 9 Fragen zum Glück.

Maria

Maria

Maria ist unsere Seniorin. Sie erinnert sich sehr gerne an früher und plaudert hier auf dem Blog für dich aus dem Nähkästchen. 😊