Aktualisiert am 23. Februar 2026·in Konto & Alltag·3 Minuten Lesezeit

Geld und Finanzen sind regelmäßige Streitthemen in Beziehungen

Über 60 Prozent der Österreicher*innen sprechen in ihrer Beziehung offen über Geld, dennoch führt das Thema bei etwa jeder*m Fünften regelmäßig zu Streit. Die meisten Paare organisieren ihre Finanzen getrennt, denn nur 28 Prozent nutzen ein gemeinsames Konto. Gleichzeitig empfinden fast drei Viertel finanzielle Unabhängigkeit als attraktiv, während unterschiedliche Einstellungen zu Geld häufig zu Trennungen beitragen. Auffällig ist zudem, dass Männer ihren Partner*innen eher finanzielle Details verschweigen als Frauen.

Geld und Liebe – passt das zusammen?

Eine aktuelle bank99 Umfrage unter 400 Personen zeigt: Die Mehrheit der Österreicher*innen spricht sehr offen mit ihrem*ihrer Partner*in über Geld. 66 Prozent geben an, dass Geldthemen in ihrer Beziehung kein Tabuthema sind – bei Personen mit Matura sind es sogar 75 Prozent. Doch trotz aller Offenheit: Bei rund jedem fünften Paar führen Finanzfragen regelmäßig zu Konflikten. Frauen berichten dabei häufiger von Diskussionen oder Streit (20 Prozent) als Männer (16 Prozent).
Sechs von zehn Österreicher*innen (64 Prozent) involvieren ihren*ihre Partner*in bei finanziellen Entscheidungen, wenn es einen konkreten Anlass gibt. 57 Prozent gehen noch einen Schritt weiter, indem sie sich regelmäßig über ihre Finanzen austauschen und diese auch gemeinsam planen. Die deutliche Mehrheit der Österreicher*innen (85 Prozent) findet es (sehr) wichtig, dass jede*r seine*ihre finanzielle Unabhängigkeit auch in einer Beziehung behält.

Geld ist in vielen Beziehungen nach wie vor ein sensibles Thema. Unsere Umfrage zeigt aber: Offene Kommunikation zahlt sich aus. Paare, die regelmäßig über ihre Finanzen sprechen, haben deutlich weniger Konflikte. Dadurch wird klar: Es geht nicht darum, wie viel man ausgibt, sondern wie man gemeinsam mit Geld umgeht. Finanzielle Transparenz und gemeinsame Ziele schaffen Vertrauen – das ist eine gute Grundlage für eine stabile Beziehung.

Bernhard Hohenegger, Vorstand Markt der bank99

Getrennte Kassen statt gemeinsames Konto

Trotz offener Gespräche über Geld organisieren die meisten Paare ihre Finanzen getrennt: Nur 28 Prozent haben ein gemeinsames Konto, während etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) keine gemeinsamen Konten führen und Kosten stattdessen systematisch oder spontan aufteilen.

Die Umfrage der bank99 zeigt zudem deutliche Unterschiede nach Alter und Wohnort: Ältere Paare (über 49 Jahre) setzen am häufigsten auf ein gemeinsames Konto, während jüngere Paare (unter 30 Jahre) eher die Mischvariante bevorzugen – mit getrennten Konten für persönliche Ausgaben und einem Gemeinschaftskonto für Fixkosten. In Städten ist die systematische Aufteilung der Kosten oder die Aufteilung nach Einkommen beliebter, während in ländlichen Regionen häufiger spontan aufgeteilt wird oder nur ein gemeinsames Konto existiert.

So individuell wie Partnerschaften ist auch die Aufteilung gemeinsamer Kosten. Ein Gemeinschaftskonto, wie auch wir es bei der bank99 anbieten, kann dazu beitragen, Transparenz zu schaffen. So haben alle in einer Beziehung die Ausgaben im Blick.

Bernhard Hohenegger

Geld macht attraktiv – aber nicht um jeden Preis

Eine überraschend deutliche Mehrheit, nämlich drei Viertel der Befragten stimmen der Aussage “Geld macht sexy” zu – ein*e finanziell unabhängige*r Partner*in wird demnach als attraktiver empfunden. Finanzielle Stabilität wirkt vor allem auf Frauen (79 Prozent) anziehend, wobei auch die Mehrheit der Männer (67 Prozent) diese Ansicht teilt.

Zwar gelten finanzielle Unabhängigkeit und gemeinsame finanzielle Ziele als wichtig, doch eine Beziehung ausschließlich wegen des Geldes aufrechtzuerhalten, lehnen die meisten ab (78 Prozent). Interessanterweise verschweigen Männer (33 Prozent) in ihrer Beziehung eher finanzielle Details als Frauen (26 Prozent).

Unterschiedliche Einstellungen zum Geld – etwa starkes Sparverhalten oder ein hoher Konsum – werden als häufiger Trennungsgrund genannt. Die größte Herausforderung in Beziehungen besteht offenbar darin, die Balance zwischen finanzieller Sicherheit und Lebensgenuss zu finden. Knapp acht von zehn Befragten (77 Prozent) geben an, dass unterschiedliche Einstellungen zu Geld eine Beziehung ernsthaft belasten.

Erlebnisse schlagen Geschenke

Zudem zeigt die Umfrage: Gemeinsame Erlebnisse sind wichtiger als teure Geschenke. Die Mehrheit der Befragten legt mehr Wert auf Zeit zu zweit als auf materielle Dinge. Jüngere Menschen (unter 30 Jahre) zeigen zwar deutlich stärkeres Interesse an materiellen Aspekten und gemeinsamen finanziellen Zielen als ältere Personen über 49 Jahre, aber auch hier überwiegt der Wunsch nach gemeinsamen Erfahrungen.

Die wertvollsten Geschenke kosten nicht unbedingt viel Geld. Ein gemeinsamer Abend, ein selbstgekochtes Essen oder ein Spaziergang können mehr bedeuten als ein teures Präsent. Was zählt, ist die gemeinsame Zeit und die Aufmerksamkeit füreinander. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist das eine wichtige Erkenntnis.

Bernhard Hohenegger

Zwei Bankomatkarten und Herzen symbolisieren das Gemeinschaftskonto

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Katharina

Katharina

Katharina schreibt für uns über die Themen Geld, Zukunft und Nachhaltigkeit. 😊

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