5. November 2020·in Geld und Nachhaltigkeit·10 Minuten Lesezeit

Mit diesen 5 Tipps rettest du Essen und sparst Geld!

Jeden Tag landen Lebensmittel im Müll. 🗑️ Auch wenn sie eigentlich noch gut sind. Warum ist das so und was können wir gegen diese Verschwendung tun? Wir zeigen dir, wie du Essen retten kannst – und dabei auch noch Geld sparst! 💪

Geschnittenes Gemüse und Gemüsereste werden zum Kochen vorbereitet

Vom Teller in den Mund – oder doch eher in den Mistkübel? Die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF schätzt, dass in Österreich jedes Jahr ungefähr 1 Million Tonnen Lebensmittel, die noch essbar sind, weggeworfen werden. Das ist eine ganz schön große Zahl: zum Beispiel 200.000 Elefanten oder 10 Mal der Eiffelturm in Paris. 🐘🗼

Warum wird so viel weggeworfen?

Leider landen sehr viele Lebensmittel und Speisen im Müll. Auch, wenn sie eigentlich noch bedenkenlos gegessen werden können. 😋 Das passiert zum Beispiel in Restaurants, Bäckereien oder Supermärkten. Denn oft bleibt am Abend vieles übrig, das am nächsten Tag nicht mehr gut zu verkaufen ist.

Das kann verschiedene Gründe haben: Es gibt bestimmte gesetzliche Vorgaben, dass Supermärkte abgelaufene Produkte und Lebensmittel nicht mehr verkaufen dürfen. Denn die Qualitätsstandards der Lebensmittelsicherheit orientieren sich am Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum.
Was es mit diesen beiden Daten auf sich hat, klären wir gleich. ⬇️

Auch das alte Brot oder die Topfengolatsche vom Vortag sind bei den Kunden nicht mehr ganz so beliebt. Viele Bäcker*innen werfen sie dann weg, um Platz für Neues zu schaffen. In der Gastronomie sieht es ähnlich aus: In Restaurants werden aus Zeitgründen bestimmte Gerichte oft schon vorbereitet, bevor du als Gast sie bestellst. 🍴 Ein Gulasch zum Beispiel schmort über eine Stunde im Topf und so lange will natürlich kein Gast auf sein Essen warten. ⏰ Und wenn dann nicht so viele Menschen das Gulasch bestellen, bleibt etwas übrig und landet meistens im Mistkübel.

Denn zuerst sollten wir uns an der eigenen Nase fassen: 👃 Wir alle – oder zumindest die allermeisten Menschen – tragen zur Lebensmittelverschwendung bei. Denn auch die österreichischen privaten Haushalte werfen richtig viel weg: der WWF schätzt, dass 521.000 Tonnen Nahrungsmittel im Jahr im Müll landen. Also zum Beispiel 100.000 Elefanten oder 5 Mal der Eiffelturm. 😉

Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum - achte auf leicht Verderbliches!

Wir alle kennen es beim Einkaufen: die Milch mit dem längsten Mindesthaltbarkeitsdatum versteckt sich im Kühlregal immer ganz hinten. 🙄 Das Datum auf den hinteren Milchpackungen kann manchmal bis zu 2 Wochen in der Zukunft liegen. Denn die Supermärkte wollen natürlich auch die Milch ganz vorne, die schon in ein paar Tagen abläuft, noch verkaufen. Damit sie sie nicht wegwerfen müssen. Aber was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum eigentlich? 🤔

Mindesthaltbarkeitsdatum - das solltest du wissen!

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genusstauglichkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält.

Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)

Am Mindesthaltbarkeitsdatum ("mindestens haltbar bis...") liest du also ab, bis wann ein Produkt garantiert in Ordnung ist. Das betrifft hauptsächlich frische Lebensmittel wie zum Beispiel Milchprodukte, Brot oder Säfte. 🥖 Aber auch verpackte Dinge wie Konservendosen, Nudeln oder Soßen. 🥫

Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum schon vorbei ist, dann ist das Produkt abgelaufen. Viele Lebensmittel sind aber länger haltbar als auf der Verpackung angegeben ist. Das heißt, sie sind dann immer noch genusstauglich – sie schmecken also noch genau so, wie sie schmecken sollen! 😋 Denn die Hersteller*innen geben ja nur das Datum an, bis zu dem die Lebensmittel mindestens noch gut sind.

Wie findest du heraus, ob du deinen Joghurt oder die Tomatensoße trotzdem noch essen kannst? Wir erklären es dir weiter unten in unseren Tipps zum Essen retten! ⬇️

Verbrauchsdatum - das solltest du beachten!

Achtung, Verwechslungsgefahr: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht das gleiche wie das Verbrauchsdatum! 🧐

Sehr leicht verderbliche Waren haben ein Verbrauchsdatum. Ein Produkt, bei dem dieses Datum überschritten ist, gilt nicht mehr als sicher. 

Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)

Das Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis…") gibt eine Frist an, bis zu dem ein Lebensmittel verbraucht werden soll. Das nennt sich auch Verfallsdatum. Es zeigt dir also, ab welchem Zeitpunkt du das Produkt auf keinen Fall mehr essen solltest. Das ist zum Beispiel bei rohem Fleisch oder Fisch so. 🍣

Wenn also dein Lachsfilet im Kühlschrank das Verbrauchsdatum überschritten hat, dann solltest du es entsorgen. Denn wenn du es trotzdem isst, könntest du eine Lebensmittelvergiftung bekommen. 🤢

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5 Tipps zum Essen retten und Geld sparen im Alltag

1. Bewusst einkaufen

Überlege dir schon vorher, was du genau brauchst. 🤯 Am besten schreibst du einen Einkaufszettel - so vergisst du nichts und wählst die Lebensmittel gezielt aus. 📃 Und natürlich sparst du dir auch ganz schön viel Geld, wenn du nicht wild ins Regal greifst, sondern bewusst auswählst! Denn manchmal vergessen wir im Geschäft, dass ganz unten im Schrank ja noch eine große Packung Müsli liegt und wir erstmal die aufessen sollten. 🥣

Extra-Tipp: Plane deine Mahlzeiten der nächsten Tage ganz bewusst. Rezepte findest du zum Beispiel bei Gusto. So kannst du genau das einkaufen, was du auch wirklich bald verkochst.

2. Rabatt-Sticker suchen

Sind dir schon mal die roten Rabatt-Sticker auf manchen Produkten im Supermarkt aufgefallen? 💟 Meistens sind das 25% Rabatt, aber das ist natürlich von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Gerade am Abend oder am Samstagnachmittag tauchen sie immer häufiger auf. Viele Supermärkte nutzen sie, um bald ablaufende Lebensmittel noch schnell vor Ladenschluss oder dem Wochenende zu verkaufen. Besonders oft findest du die Rabatt-Sticker auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Milchprodukten, frischen Säften, Frischfleisch, Beeren oder Salatmischungen. 🍓

Wenn du die Lebensmittel noch vor dem Verfallsdatum essen kannst, dann greif zu! So freust du dich über den günstigen Preis und der Supermarkt freut sich über seine leere Mülltonne. ✌️

Kennst du schon den Aktionsfinder? 🔍 Damit hast du immer im Blick, welche Dinge gerade bei welchem Anbieter reduziert oder in Aktion sind. Der ist natürlich nicht nur bei bald ablaufenden Lebensmitteln hilfreich, sondern bei allen Produkten! 😉

3. Richtig lagern

Wusstest du, dass Paradeiser nichts im Kühlschrank verloren haben? 🍅 So verlieren sie schneller ihren Geschmack. Damit deine Lebensmittel lange halten und gut schmecken, solltest du sie richtig lagern. Wenn du nicht sicher bist, wo dein Obst und Gemüse hingehört, dann halte dich am besten an diese Faustregel:

"Heimisches liebt es kühl und Exoten mögen es warm."

  • Obst: Manche Obstsorten wie Bananen oder Marillen bekommen im Kühlschrank schnell braune Stellen und verlieren ihren Geschmack. 🍌 Deshalb ist es besser, sie in einen Obstkorb zu legen. Andere Obstsorten wie zum Beispiel Himbeeren, Zwetschgen oder Weintrauben solltest du aber im Obst- und Gemüsefach deines Kühlschranks lagern. 🍇

  • Gemüse: Salate, Spargel und Brokkoli gehören ebenfalls ins gekühlte Gemüsefach. 🥦 Andere Gemüsesorten wie Erdäpfel, Zucchini, Zwiebel und Gurken wollen lieber an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort bleiben - ideal ist da der Keller oder die Speisekammer. 🥔

  • Milchprodukte: die oberen Fächer deines Kühlschranks sind für Milch, Joghurt, Käse und Co. ideal. 🧀

  • Fisch und Fleisch: leicht Verderbliches gehört in die Mitte – am besten auf die Glasplatte über dem Gemüsefach. 🍖

  • Kühlschranktür: Hier sammelst du am besten alles andere. Also zum Beispiel Getränke, Soßen, Eier, Marmeladen und Butter. 🥚

  • Brot und Gebäck: fühlen sich in einem Papiersackerl, der Brotdose oder einem sauberen Baumwolltuch am wohlsten und dürfen nicht in den Kühlschrank. Dunkles Brot mit viel Vollkorn oder Roggen ist übrigens besonders lange haltbar. 🥨

Extra-Tipp: Verstaue Lebensmittel, die du gerade erst frisch gekauft hast, eher hinten im Kühlschrank. So hast du den übrig gebliebenen Joghurt, der in den nächsten Tagen abläuft, immer gleich im Blick – und isst zuerst den auf!

4. Haltbarkeit überprüfen

Hast du auch schon mal einen abgelaufenen Joghurt ganz hinten in deinem Kühlschrank gefunden und gleich weggeworfen? Das muss nicht sein! 👎 Denn du kannst viele Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum schon vorbei ist, noch immer essen.

Allerdings natürlich nur in einem gewissen Zeitrahmen nach dem Ablaufen. Wie lange das genau ist, hängt von der Lagerung und den Eigenschaften des Produkts ab. Bei Nudeln sieht das zum Beispiel anders aus als bei Milch. Ein paar Tage sollten auf jeden Fall in Ordnung sein – mehrere Monate oder sogar Jahre vermutlich eher nicht! 🧐

Bleiben wir bei unserem Beispiel mit dem Joghurt. Am besten, du untersuchst ihn ganz genau:

  • Geruch: Riecht der Joghurt frisch und wie gewohnt oder hat er einen stechenden Geruch? 👃

  • Aussehen: Entdeckst du Schimmelflecken oder hat sich die Farbe verändert? 👀

  • Beschaffenheit: Wirkt die Form des Joghurts anders als normal? 👇

  • Geschmack: Probiere eine Löffelspitze. Schmeckt der Joghurt so wie immer? 👅

Wenn dein Joghurt riecht und aussieht wie ein Joghurt eben riechen und aussehen sollte, dann kannst du ihn ziemlich sicher noch essen. So rettest du ihn vor dem Mistkübel und sparst dir gleichzeitig Geld, weil du keinen neuen kaufen musst!

Video-Tipp: Du willst noch mehr wissen? Dann schau dir doch dieses Video zum Thema "oft länger gut" an.

5. Reste verwerten

Lebe deine Kreativität auch in der Küche aus! 🙌 Denn aus Essensresten kannst du ganz einfach neue Gerichte kochen. Altes Gebäck ergibt zum Beispiel einen super Semmelknödelteig, aus überreifen Früchte werden leckere Marmeladen und der Stamm des Brokkoli schmeckt als Salat. 👉 Hier findest du weitere Rezepttipps zum Resteverwerten.

Extra-Tipp: Hast du schon mal ans Einfrieren gedacht? ❄️ Viele Gerichte wie zum Beispiel Lasagne eignen sich hervorragend dafür! Wenn es mal schnell gehen muss oder du keine Vorräte zum Kochen zuhause hast, wartet eine fertige Mahlzeit im Gefrierfach auf dich. Einfach auftauen, aufwärmen und schmecken lassen. 😋Sonst hast du in so einer Situation immer etwas vom Lieferservice bestellt? Jetzt sparst du dir das Geld dafür! 💰

Auch mit deinem Smartphone kannst du Reste retten. 📱 Lade dir dazu einfach die App Too Good To Go herunter. Darin siehst du immer ganz aktuell, welche Restaurants, Bäckereien oder Hotels in deiner Nähe schon fertig gekochte Gerichte und Produkte übrig haben. Damit sie die Speisen nicht wegwerfen müssen, bieten sie sie zu einem reduzierten Preis an. 🏷️ Was genau in der Küche übrig bleibt, unterscheidet sich natürlich von Tag zu Tag. Deshalb bekommst du ein Überraschungssackerl, bei dem du vorher noch nicht weißt, was dann wirklich drin ist. 😲 So bringst du Abwechslung in deinen Speiseplan! Einfach online reservieren, abholen, bezahlen und schmecken lassen.

Übrigens: Kennst du schon unseren Blogbeitrag zum Thema "Sharing-Plattformen"? Da stellen wir dir einige Initiativen vor, die sich dem Teilen und Verschenken verschrieben haben. 💛 Denn nicht nur bei Lebensmitteln kannst du viel Geld sparen, wenn du bewusst einkaufst und genau überlegst, ob du bestimmte Dinge wirklich brauchst!

Könnte dieser Beitrag auch deiner Familie, deinen Freund*innen oder Bekannten gefallen? 💛 Dann teile ihn doch mit ihnen – das würde uns sehr freuen. 📨 

Zuletzt aktualisiert am 30.9.2021.

Katharina

Katharina

Katharina schreibt für uns über die Themen Geld, Zukunft und Nachhaltigkeit. 😊

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