Die Art, wie wir sparen, verändert sich. Klassische Sparbücher spielen weiterhin eine wichtige Rolle, gleichzeitig rücken Wertpapiere für viele Anlegerinnen und Anleger stärker in den Fokus. Was lange als Thema für „Profis“ galt, wird zunehmend Teil der privaten Finanzplanung.
Aktuelle Daten und Studien deuten darauf hin: Dieser Trend ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer Entwicklungen.
Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB), OeNB Report 2026/13¹
Mehr Geld zum Anlegen – und ein Umdenken beim Sparen
Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten ist die Sparneigung hoch. Laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) lag die Sparquote privater Haushalte 2025 bei rund 9,9 % und damit weiterhin über dem Vorkrisenniveau.
Gleichzeitig blieb der Konsum gedämpft – und viele Haushalte hatten schlicht mehr Geld zur Verfügung, das sie investieren konnten: Insgesamt standen € 27,8 Mrd. für Finanzveranlagungen bereit.
Was auffällt: Dieses Geld wandert zunehmend weg von klassischen Einlagen hin zum Kapitalmarkt.
Erstmals übertrafen Wertpapierinvestitionen den Einlagenaufbau
Wertpapiere: € 13,6 Mrd.
Einlagen: € 10,9 Mrd.
Die Daten deuten darauf hin, dass Wertpapiere im Vermögensaufbau zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB), OeNB Report 2026/13¹
Warum Wertpapiere aktuell besonders gefragt sind
1. Niedrigere Zinsen reduzieren die Attraktivität von Sparprodukten
Nachdem das Niveau der Einlagenzinsen weiterhin oftmals unter der Inflationsrate liegt, verlieren klassische Sparformen wie Festgeld oder Sparbuch an Reiz.
Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB), Statistik im Fokus und FONDS professionell²
2. Investmentfonds machen den Einstieg leichter
Investmentfonds sind besonders gefragt – mit Nettozuflüssen von rund € 7,6 Mrd. stellen sie die wichtigste Anlagekategorie dar.
Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB), Statistik im Fokus und FONDS professionell²
Sie bieten:
einfache Diversifikation
Zugang zu globalen Märkten
geringere Einstiegshürden
Ein Trend, der auch europaweit sichtbar ist: Fonds fungieren zunehmend als „Gateway“ zu internationalen Investments.
3. ETFs gewinnen an Bedeutung
Exchange Traded Funds (ETFs) zählen aktuell zu den größten Wachstumstreibern im Wertpapiermarkt. Anleger schätzen vor allem die Kombination aus niedrigen Kosten, hoher Transparenz und breiter Diversifikation. Gleichzeitig ermöglichen ETFs einen einfachen Zugang zu globalen Aktien-, Anleihen- und Themenmärkten.
Die starken Mittelzuflüsse der vergangenen Jahre deuten darauf hin, dass ETFs von vielen Anlegerinnen und Anlegern für den langfristigen Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge genutzt werden.
In Europa erreichten ETF-Investments zuletzt erneut Rekordzuflüsse und ein historisch hohes verwaltetes Vermögen.
Sie bieten eine:
kostengünstige Geldanlage
breite Risikostreuung
hohe Transparenz
Zugang zu internationalen Märkten
können für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet sein
Quelle: ETFGI, European ETF Industry Landscape 2025³; EY, European ETF Market Surges⁴
Risikohinweis: Veranlagungen in Investmentfonds sind mit Risiken verbunden (z. B. Markt-, Kurs- und Währungsschwankungen), bis hin zum möglichen Verlust des eingesetzten Kapitals. Ausschüttungen sind nicht garantiert. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Diese Information stellt keine Anlageberatung dar.
Ein langfristiger Trend – kein kurzfristiger Hype
Die Entwicklung kommt nicht über Nacht. Seit 2020 zeigt sich laut OeNB eine kontinuierliche Ausweitung der Wertpapierinvestitionen.
2020: € 3,4 Mrd.
2025: € 13,6 Mrd.
Die Entwicklung lässt erkennen, dass Wertpapiere für viele Anlegerinnen und Anleger zunehmend Teil des Vermögensaufbaus sind.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Finanzvermögen österreichischer Haushalte: Dieses erreichte 2025 mit € 968,6 Mrd. einen neuen Höchststand. Kapitalmarktinvestments machten dabei einen zunehmenden Anteil aus.
Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB), OeNB Report 2026/13¹
Blick über Österreich hinaus: Ähnliche Entwicklungen in Europa
Der Trend beschränkt sich nicht auf Österreich. In ganz Europa verschiebt sich die Vermögensstruktur:
36,6 % der Finanzvermögen entfallen auf Aktien und Investmentfonds
30,6 % auf Einlagen und Bargeld
Gleichzeitig steigt die Beteiligung privater Haushalte an den Kapitalmärkten
Als mögliche Einflussfaktoren werden unter anderem genannt:
steigende finanzielle Bildung
demografische Veränderungen (z. B. längere Lebenserwartung)
Reformen im Pensionssystem
steuerliche Anreize
Ein zunehmender Teil der Veranlagungen erfolgt indirekt über Fonds, Versicherungen oder Pensionsprodukte.
Quelle: Europäische Zentralbank (ECB), Household Finance and Consumption Survey (HFCS)⁵ sowie European Fund and Asset Management Association (EFAMA)⁶
Zwischen Sicherheit und Rendite: Was bleibt wichtig?
Trotz wachsender Offenheit gegenüber Wertpapieren bleibt der Wunsch nach Sicherheit für viele Haushalte von Bedeutung.
So zeigt sich auch bei Krediten – etwa im Wohnbau – eine starke Präferenz für fix verzinste Modelle, obwohl variable Kredite wieder günstiger wurden.
Das bedeutet:
Haushalte suchen zunehmend nach einem Mix aus Stabilität und Renditechancen.
Oder anders gesagt: Das Sparbuch bleibt für viele Haushalte weiterhin relevant, wird jedoch zunehmend durch andere Anlageformen ergänzt.
Fazit: Wertpapiere spielen eine zunehmend wichtige Rolle im Vermögensaufbau
Der Vermögensaufbau in Österreich befindet sich im Wandel:
Mehr gespart wird weiterhin – jedoch in unterschiedlicher Form
Wertpapiere gewinnen an Bedeutung
Einlagen bleiben ein wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus, während auch andere Anlageformen an Bedeutung gewinnen.
Für viele Haushalte spiegelt sich darin eine veränderte Vermögensaufteilung wider.
Neben klassischen Sparformen werden vermehrt auch Kapitalmarktinvestitionen genutzt.
Langfristige und breit diversifizierte Veranlagungsformen werden von vielen Anlegerinnen und Anlegern als Bestandteil des Vermögensaufbaus genutzt.
Diese Information stellt eine Marketingmitteilung dar.
¹ Österreichische Nationalbank (OeNB), OeNB Report 2026/13
² Österreichische Nationalbank (OeNB), Statistik im Fokus und FONDS professionell
³ ETFGI, European ETF Industry Landscape 2025
⁴ EY, European ETF Market Surges
⁵ Europäische Zentralbank (ECB), Household Finance and Consumption Survey (HFCS)












