3-Konten-Modell: Drei Aufgaben, ein klarer Überblick
Die Miete ist bezahlt, dein Kontostand sieht gut aus – und dann kommt noch die Jahresprämie für die Versicherung. Wie viel Geld steht dir diesen Monat wirklich zur Verfügung? Das 3-Konten-Modell macht die Antwort leichter: Ein Konto ist für Fixkosten da, eines für den Alltag und eines fürs Sparen. Nach dem Gehaltseingang verteilst du dein Geld auf diese drei Aufgaben. So erkennst du auf dem Alltagskonto schneller, was du ausgeben kannst, ohne die nächste Rechnung oder dein Sparziel aus dem Blick zu verlieren.

Konto | Aufgabe | Typische Zahlungen |
|---|---|---|
1. Fixkostenkonto | Gehalt empfangen und Verpflichtungen bezahlen | Miete, Energie, Versicherungen, Kreditraten, Abos; auch Rücklagen für jährliche Rechnungen |
2. Alltagskonto | Betrag für laufende, veränderliche Ausgaben bereithalten | Einkäufe, Drogerie, Freizeit, Kleidung und Restaurantbesuche |
3. Sparkonto | Geld für Rücklagen und Ziele getrennt halten | Notgroschen, Urlaub oder eine größere Anschaffung |
Für die ersten beiden Aufgaben eignen sich Girokonten, von denen du bezahlen und überweisen kannst. Das dritte kann ein Sparkonto sein.
Wichtig: Ein Sparkonto ist nicht automatisch für Zahlungen im Alltag gedacht. Beim flexsparen99 laufen Ein- und Auszahlungen über ein verbundenes Referenzkonto. Zahlungsverkehr direkt vom Sparkonto ist nicht vorgesehen.
So richtest du das 3-Konten-Modell ein
1. Ermittle deine Beträge. Sieh dir an, was regelmäßig hereinkommt und was tatsächlich abgeht. Rechne jährliche und vierteljährliche Rechnungen auf einen Monat herunter. Wenn du deine variablen Ausgaben noch nicht gut kennst, helfen dir die Umsätze der letzten Monate oder ein Haushaltsbuch.
2. Lass dein Einkommen auf Konto 1 eingehen. Von dort werden die Fixkosten bezahlt. Plane auch einen Puffer ein, damit eine Abbuchung kurz vor dem nächsten Gehalt nicht ins Minus führt.
3. Überweise das Alltags- und Sparbudget. Zwei Daueraufträge können die Beträge nach jedem Gehaltseingang automatisch auf Konto 2 und 3 verteilen. Wähle den Ausführungstag so, dass das Geld auf Konto 1 bereits eingegangen ist. Wenn dein Gehalt unregelmäßig kommt, sind manuelle Überweisungen oder angepasste Termine oft praktischer.
Beispiel: So verteilst du 2.500 Euro im Monat
Verwendung | Monatlicher Betrag |
|---|---|
Fixkostenkonto: € 1.300 laufende Fixkosten, € 200 für Jahresrechnungen, € 100 Puffer | € 1.600 |
Alltagskonto: Einkäufe und andere variable Ausgaben | € 750 |
Sparkonto: Rücklagen und Sparziel | € 150 |
Summe | € 2.500 |
Die € 750 auf dem Alltagskonto sind in diesem Beispiel das Budget für den Monat. Ist es früher aufgebraucht, solltest du die Ursache prüfen: War der Betrag zu knapp angesetzt oder gab es eine Ausnahme? Das Sparkonto regelmäßig für Alltagsausgaben zu leeren, würde die Trennung wirkungslos machen. Gleichzeitig ist die Aufteilung kein starres Regelwerk. Ändern sich Miete, Einkommen oder Lebenssituation, passt du die Beträge an.
Was bringt das Modell – und wo liegen die Grenzen?
Sein größter Vorteil ist die klare Zuordnung. Du musst beim Blick auf den Kontostand nicht jedes Mal im Kopf abziehen, welche Rechnungen noch offen sind. Das Spargeld ist ebenfalls getrennt. Das hilft beim Dranbleiben, erhöht aber dein Einkommen nicht und ersetzt keinen realistischen Budgetplan.
Prüfe vor der Einrichtung, ob für ein zusätzliches Girokonto Kontoführungsgebühren oder andere Kosten anfallen. Ein zweites Konto ist nur hilfreich, wenn dir der zusätzliche Überblick diesen Aufwand wert ist. Den passenden Umfang kannst du mit den Girokonten der bank99 vergleichen. Falls du mit einem Konto und den Ausgabenkategorien deines Online-Bankings bereits gut zurechtkommst, brauchst du für mehr Struktur möglicherweise kein weiteres Girokonto.
Das Modell schreibt auch keine festen Prozentsätze vor. Darin unterscheidet es sich von der 50-30-20-Regel: Diese schlägt Anteile für Bedürfnisse, Wünsche und finanzielle Ziele vor; das 3-Konten-Modell organisiert vor allem, wo du das Geld dafür bereithältst. Du kannst beide Methoden kombinieren, musst aber keine Quote erzwingen, die nicht zu deinen Wohn- und Lebenshaltungskosten passt.
Häufige Fragen zum 3-Konten-Modell
Brauche ich genau drei Bankkonten?
Nein. Drei getrennte Konten machen die Aufteilung sichtbar. Wenn du mit zwei Konten und klaren Budgetkategorien denselben Überblick erreichst, ist das ebenfalls eine sinnvolle Lösung.
Wohin kommen unregelmäßige Ausgaben?
Bekannte Jahreskosten wie Versicherungen oder das Kfz-Service rechnest du auf Monatsbeträge um und lässt sie auf dem Fixkostenkonto zurück. So trifft dich die Zahlung nicht überraschend. Für echte Notfälle hältst du zusätzlich einen verfügbaren Puffer bereit.
Kann ich die Sparrate jederzeit ändern?
Ja. Beginne mit einem Betrag, der nach Fixkosten, Alltagsbudget und Puffer realistisch übrig bleibt. Prüfe die Aufteilung nach einigen Monaten und passe den Dauerauftrag an, wenn sich dein Budget verändert.

Katharina
Katharina schreibt für uns über die Themen Geld, Zukunft und Nachhaltigkeit. 😊







