Am Monatsanfang ist Geld da. Ein paar Wochen später fragst du dich, wohin der freie Betrag verschwunden ist. Zero-Based Budgeting, auch Nullsummenbudget genannt, setzt genau dort an: Du verteilst dein verfügbares Einkommen auf konkrete Zwecke – von Miete und Lebensmitteln bis zu Freizeit, Sparen und einem Puffer. Am Ende der Planung bleibt null Euro ohne Aufgabe.
Das heißt ausdrücklich nicht, dass du dein Konto jeden Monat auf null leerst. Geld für den Notgroschen oder eine Rechnung im Dezember bleibt erhalten. Es hat nur schon einen festen Platz in deinem Plan.
Wie funktioniert ein Nullsummenbudget?
Die Rechnung ist einfach:
Verfügbares Einkommen − geplante Ausgaben − Sparbeträge − Rücklagen =
0 Euro ungeplant
Nimm für den Start einen Betrag, mit dem du zuverlässig rechnen kannst. Notiere zuerst Miete, Energie, Versicherungen und andere feste Verpflichtungen. Danach folgen variable Ausgaben wie Lebensmittel, Mobilität und Freizeit. Plane auch für Kosten vor, die nur gelegentlich anfallen: Eine Jahresrechnung über € 600 benötigt beispielsweise monatlich € 50. Wenn du deine Ausgaben noch schwer einschätzen kannst, sieh dir mehrere Monate deiner Kontobewegungen an oder nutze ein Haushaltsbuch.
Geld für Notgroschen und andere Sparziele bekommt ebenfalls eine eigene Kategorie. Was dann noch übrig ist, kannst du etwa einem zusätzlichen Sparziel, der Rückzahlung bestehender Schulden oder einem flexiblen Puffer zuweisen. Entscheidend ist, dass du den Betrag bewusst verplanst und nicht automatisch als frei verfügbares Konsumgeld ansiehst.
Beispiel: So werden aus € 2.400 null ungeplante Euro
Die Beträge dienen nur zur Veranschaulichung; dein Budget richtet sich natürlich nach deinen tatsächlichen Kosten.









