Was bedeutet Kreditwürdigkeit?
Bei der Beurteilung können insbesondere folgende Aspekte eine Rolle spielen:
Zahlungsfähigkeit: Reichen Einkommen und finanzieller Spielraum aus, um die Kreditrate neben den laufenden Ausgaben zu tragen?
Zahlungszuverlässigkeit (bisheriges Zahlungsverhalten): Gibt es Informationen darüber, wie bestehende oder frühere Zahlungsverpflichtungen erfüllt wurden?
Eine gute Kreditwürdigkeit bedeutet nicht automatisch, dass ein Kredit vergeben wird. Die Entscheidung hängt auch vom gewünschten Betrag, der Laufzeit, dem jeweiligen Produkt und den Vergabekriterien der Bank ab.
Mehr über die grundsätzliche Einordnung erfährst du im Lexikonbeitrag zur Bonität.
Wie wird die Kreditwürdigkeit geprüft?
Vor Abschluss eines Verbraucherkredits prüft die Bank die Kreditwürdigkeit anhand ausreichender Informationen. Erforderlichenfalls werden dabei auch Informationen aus verfügbaren Datenbanken eingeholt. Das sieht das österreichische Verbraucherkreditgesetz ausdrücklich vor.
Bei der Prüfung können unter anderem berücksichtigt werden:
regelmäßiges Einkommen und Beschäftigungssituation,
Wohn- und Lebenshaltungskosten,
bestehende Kredite, Leasingverträge und andere finanzielle Verpflichtungen,
frei verfügbarer finanzieller Spielraum sowie
erforderlichenfalls Informationen aus externen Datenbanken bzw. Auskunfteien wie KSV1870 oder CRIF.
Externe Auskünfte sind dabei Teil der Informationsgrundlage für die Kreditwürdigkeitsprüfung. Die Entscheidung über einen Kreditantrag trifft die Bank auf Basis ihrer Prüfung.
Wie dieser Prozess abläuft und welche Rechte du dabei hast, erklärt der Artikel Bonitätsprüfung: Ablauf, Kriterien und Rechte.

