Was sind Assetklassen?
Assetklassen werden auch Vermögensklassen genannt.
Ein Überblick über die wichtigesten Assetklassen:
Aktien
Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen.
Mögliche Erträge durch Kurssteigerungen und Dividenden.
Aktienkurse können erheblichen Schwankungen unterliegen, auch Verluste bis hin zum Totalverlust sind möglich.
Anleihen (Renten)
Anleihen sind Schuldverschreibungen von Staaten oder Unternehmen.
Je nach Ausgestaltung feste oder variable Zinszahlungen, bei bestimmten Anleihen sind auch keine laufenden Zinszahlungen vorgesehen.
Unterliegen unter anderem Kurs-, Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Emittentenrisiken.
Immobilien
Investitionen in Gebäude oder Grundstücke bzw. indirekte Investitionen über entsprechende Finanzinstrumente.
Mögliche Erträge durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen. Wertverluste sind ebenfalls möglich.
Direkte Immobilieninvestitionen sind in der Regel weniger liquide.
Bei indirekten Immobilieninvestments hängt die Liquidität vom jeweiligen Produkt ab.
Rohstoffe
z. B. Gold, Öl oder Industriemetalle
Ihre Wertentwicklung kann sich von jener anderer Assetklassen unterscheiden.
Preise können erheblich schwanken und werden unter anderem von globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen abhängig.
Cash bzw. Geldmarkt
Bargeld oder kurzfristige Anlagen (z. B. Tagesgeld)
Je nach Anlageform vergleichsweise geringe Wertschwankungen.
Ertragsmöglichkeiten und Risiken hängen von der konkreten Anlageform ab.
Insbesondere Inflation kann die Kaufkraft des angelegten Geldes verringern.
Warum Assetklassen wichtig sind
Die Kombination verschiedener Assetklassen kann zur Risikostreuung beitragen. Man spricht hier von Diversifikation:
Unterschiedliche Assetklassen können sich unterschiedlich entwickeln.
Dadurch kann die Abhängigkeit des Gesamtportfolios von der Entwicklung einer einzelnen Assetklasse reduziert werden.
Diversifikation kann Risiken reduzieren, schützt jedoch nicht vor Verlusten.
Einfaches Beispiel
Wenn du ausschließlich in Aktien investierst, hängt die Entwicklung deines Portfolios vollständig von dieser Assetklasse ab. Kombinierst du Aktien mit Anleihen oder anderen Assetklassen, verteilst du deine Veranlagung auf unterschiedliche Anlageformen und Risikofaktoren.
Kurz gesagt:
Assetklassen ermöglichen es, unterschiedliche Arten von Investments nach ihren Eigenschaften und Risiken zu unterscheiden. Eine Verteilung auf verschiedene Assetklassen kann zur Risikostreuung beitragen. Sie kann Verluste jedoch nicht ausschließen und garantiert weder Erträge noch einen Vermögensaufbau.

